Heimisches Holz dominiert neuen Werkhof der Gemeinde Matzingen

2,645 Millionen Franken kostet der neue Werkhof an der Hardstrasse 3 in Matzingen. Vor der feierlichen Einweihung am kommenden Wochenende mit einem vielfältigen Programm hat Gemeindepräsident Walter Hugentobler zu einem Rundgang eingeladen.

Samuel Koch
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Die Aussenansicht der gemeindeeigenen Infrastruktur. (Bild: Reto Martin)

Die Aussenansicht der gemeindeeigenen Infrastruktur. (Bild: Reto Martin)

Streit bricht deswegen nicht aus. Trotzdem konnte sich Gemeindepräsident Walter Hugentobler die Bemerkung nicht verkneifen, dass Werkhofleiter Patrick Keller bald im schönsten Büro Matzingens arbeiten dürfe. «Stimmt», antwortet Keller mit Vorfreude, «aber es ist ja immer noch nur mein Arbeitsplatz.»

Am Wochenende weiht die Gemeinde ihren neuen Werkhof an der Hardstrasse3 ein, der rund 2,645 Millionen Franken gekostet hat und nach rund einjähriger Bauzeit fertiggestellt ist. Am Montag war die Abnahme des Gebäudes auf der ehemaligen Liegenschaft Schär erfolgt.

Gemeindepräsident Walter Hugentobler blickt aus dem Sitzungszimmer im Obergeschoss. (Bild: Reto Martin)

Gemeindepräsident Walter Hugentobler blickt aus dem Sitzungszimmer im Obergeschoss. (Bild: Reto Martin)

Öffnungszeiten zum Schutz der Anwohner

Draussen vis-à-vis der fünf Parkplätze steht die Sammelstelle für Altglas, Abfallsäcke sowie diversen Sondermüll. Wie die fünf grossen Fahrzeughallen lässt sich auch die Sammelstelle mit einem grossen Tor schliessen. «Wir haben klare Öffnungszeiten, zum Schutz der Anwohner in unmittelbarer Nähe», sagt Hugentobler.

Ein Wochenende voller Höhepunkte

Das Programm zum Matzinger Dorffest am kommenden Wochenende, 27. bis 29. September, auf dem Areal des neuen Werkhofs hat es in sich. Die vielfältigen Festivitäten sind dreigeteilt: freitags mit der offiziellen Einweihung des neuen Werkhofs, samstags mit diversen Höhepunkten und sonntags mit dem 1125-Jahr-Jubilläum der Kirche. (sko)
Infos: www.matzingen.ch

Im Erdgeschoss an der Südseite befindet sich der Eingang für die Werkhofmitarbeitenden. Im Innern des Gebäudes dominiert einheimisches Holz, Licht flutet die Räume dank vieler Fenster. «Das ist bewusst so gewählt geworden», meint Hugentobler, welcher der mit mehreren Einwohnern besetzten Baukommission ein Kränzchen winden will. Selbst Kleiderhaken in den WCs, in der Garderobe oder vor dem Büro bestehen aus Holz.

Blick ins Innere des neuen Werkhofs. (Bild: Reto Martin)

Blick ins Innere des neuen Werkhofs. (Bild: Reto Martin)

Im Obergeschoss zeigt Hugentobler das neue Sitzungszimmer, das bald auch dem Gemeinderat für Sitzungen dienen könnte. Nebenan befinden sich eine kleine Küche, ein Technikraum sowie ein neues Archiv. «Brandvorschriften sind sicherlich alle erfüllt», meint Hugentobler. Beheizt wird der Werkhof mit Gas. Auf dem Dach des Gebäudes installierte die EKT mit einem Nutzungsvertrag eine Fotovoltaikanlage für zusätzliche 170'000 Franken.

Gelber Hebekran als Schmuckstück

Von den sechs grossen Fahrzeugeinstellplätzen sind fünf verschliessbar. Zwar verfügt die Gemeinde derzeit lediglich über zwei Werkhof-Fahrzeuge. Aber, meint Hugentobler: «Die Grösse des Werkhofs ist für die Zukunft ausgelegt», meint Hugentobler, der sich als Verfechter von Gemeindefusionen auch in diversen Themen eine Zusammenarbeit mit den Gemeinden Stettfurt und Thundorf vorstellen kann.

Die schliessbaren Fahrzeughallen. (Bild: Reto Martin)

Die schliessbaren Fahrzeughallen. (Bild: Reto Martin)

Den restlichen Platz nutzen die Werkhofmitarbeiter fürs Material, das demnächst vom Mehrzweckgebäude gezügelt wird und somit der Feuerwehr Stettfurt-Matzingen noch mehr Platz verschafft. Das Schmuckstück des Werkhofs steht in der Werkstatt: Ein gelber Hebekran, den Baukommissionsmitglied Reto Grundbacher organisieren und restaurieren konnte, ganz zur Freude von Hugentobler: «Zuerst stand der Kran, dann haben wir den Werkhof darum herum aufgebaut.»