Glosse

13'000 Autos in Eschlikon? Halt scho huere vill!

Südsicht auf Durchgangsverkehr und weitere Fortbewegungsarten.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

13'000 Autos am Tag. In einer Stadt ist das ein verkehrsberuhigtes Wohnquartier. In einem Dorf aber halt scho huere vill. Die Eschliker Grünen machen das demnach eben schon richtig, wenn sie sich dagegen engagieren. Zumal ja spätestens vergangenes Jahr auch alle anderen Parteien, ausser ganz rechts, den Klimawandel entdeckt haben. Dem Autofahrer aber seine Grenzen aufzeigen, bleibt weiterhin grüne Kernkompetenz.

Klar, unter den 13'000 Göppeln findet sich auch das eine oder andere Elektroauto. Die werden netterweise vom Thurgauer Steuerzahler subventioniert, haben dennoch auch Nachteile. Sie stinken zwar kaum, machen auf schlechtem Asphalt aber genauso Lärm. Und als Fussgänger legt man sich auch mit den noch so sauberen Autos besser nicht an. Zwei Tonnen bleiben zwei Tonnen.

Gut also, handelt der Kanton in Eschlikon, noch bevor er mit der Sirnacher Umfahrungsstrasse Spange Hofen die Schleuse für noch mehr Verkehr öffnet. Vor der Post baut das Tiefbauamt einen Fussgängerübergang mit Mittelinsel. Also so eine Art Panic Room für Kinder, die ihre gelbe Weste zu Hause haben liegen lassen.

Tempo 30 ginge auch. Aber darüber reden wir dann ab 20'000 Autos. Oder 30'000. Halt irgendwann. Aber nicht jetzt. Wir wollen’s ja nicht übertreiben mit der Verkehrssicherheit.