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Interview

Schriftsteller Usama Al Shahmani aus Frauenfeld: «Habe Wurzeln geschlagen»

Jahresend-Gespräch mit Usama Al Shahmani, der aus dem Irak geflohen und im Thurgau eine neue Heimat gefunden hat.
Dieter Langhart
Wäre im Rückblick lieber Bauer gewesen als Schriftsteller: Usama Al Shahmani. (Bild: Ayse Yavas)

Wäre im Rückblick lieber Bauer gewesen als Schriftsteller: Usama Al Shahmani.
(Bild: Ayse Yavas)

Usama Al Shahmani musste wegen eines regimekritischen Textes aus dem Irak fliehen. «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» heisst sein zweites Buch.

Welcher Tag war für Sie der wichtigste in diesem Jahr?

Anfang Jahr hatte ich eine komplizierte Operation. Erst nach ein paar Tagen durfte ich wieder ­aufstehen. Da begriff ich neu, den Alltag nicht als selbstverständlich zu betrachten.

Und der schönste Tag?

Als ich den Förderpreis der Stadt Frauenfeld erhielt. Es war unbeschreiblich schön, ich spürte die Zugehörigkeit und sagte zu mir: «Hey, du hast heute Wurzeln ­geschlagen.»

Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen?

Auf einer besseren Ebene, wo es mehr Sicherheit und Stabilität gäbe für mich und für meine ­junge Familie in der Schweiz – unserer neuen Heimat.

Wenn Sie etwas in Ihrem Leben rückgängig machen könnten – was?

Ich würde nicht Literaturwissenschaft studieren, gar nicht schreiben. Wie schön wäre es gewesen als Bauer irgendwo am Ufer des Euphrats. Aber ob die Diktatur mich in Ruhe gelassen hätte?

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