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Kolumne

Haarscharfes Pauschenpferd

Südsicht Was Springreiter, Turner und Schüler gemeinsam haben - und was nicht. Ein Rundgang durch zwei Hinterthurgauer Sporthallen, von denen erst eine steht.
Olaf Kühne
Olaf Kühne

Olaf Kühne

Haarscharf ist vielleicht nicht das treffendste Attribut. Zumindest in Menschenhaaren gerechnet. In Rosshaaren gedacht darf man das Abstimmungsresultat zur Eschliker Turnhalle – 54 Prozent Ja-Stimmen – aber durchaus als knapp bezeichnen. Für die Eschliker ist das indes kein Beinbruch.

Einerseits haben haarscharfe Resultate in Eschlikon Tradition. Noch vor fünf Jahren schickte die Schulgemeindeversammlung einen Architekturwettbewerb für eine Turnhalle mit drei Stimmen Differenz bachab. Nun wird das Ding doch gebaut. Demokratie ist eben manchmal eine ziemlich zähe Angelegenheit.

Andererseits – wir sind immer noch beim Eschliker Dorffrieden – dürfte in der Gemeinde auch kaum irreparabel Geschirr zerschlagen sein, weil man dort ja bereits gebaut hat. Eine neue Waldhütte nämlich, für das Dorfleben und so. Die dafür benötigten 350000 Franken – eigentlich schon viel Holz für eine Holzhütte – wurden übrigens mit nur vier Gegenstimmen genehmigt.

Die Eschliker Stimmbürger können also auch anders. Und die Eschliker Turnerinnen und Turner können bald noch mehr turnen. Auf dem Pauschenpferd und so. Ein Turngerät, das der Wängemer Springreiter Martin Fuchs nur müde belächeln kann. Der hat nämlich ein richtiges Pferd. Und erst noch ein richtig gutes. Auf Clooney – das Ross heisst wirklich so – holte Fuchs als erster Schweizer Springreiter eine WM-Silbermedaille.

Aber das Beste kommt noch: Um mit Clooney im Trockenen trainieren zu können, ist Martin Fuchs nicht mal von unberechenbaren Stimmbürgern abhängig. Er hat seine eigene Halle. «Ätsch, Eschlikon», ist man da geneigt zu sagen. Hallentechnisch zumindest. Hingegen kann die Geräteriege Eschlikon über Fuchs’ Silbermedaille nur müde lächeln: Die Damen sind sich Gold gewöhnt.

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