Grünes Licht für blaue Kunst: Die Ausstellung «BluesArt» startet mit musikalischem Rahmenprogramm am Samstag in Aadorf

Kurt und Gaby Gerber können die abgesagte Kunstausstellung «BluesArt» im Oktober in Aadorf nachholen.

Christina Avanzini
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Durch die Bilder der Künstlerin Theres Menzi liessen sich Kurt und Gaby Gerber einst inspirieren.

Durch die Bilder der Künstlerin Theres Menzi liessen sich Kurt und Gaby Gerber einst inspirieren.

(Bild: ZVG)

Mit innovativen Geschäftsideen frischen Kurt und Gaby Gerber als Inhaber des Areals Rotfarb die örtliche Kunstszene seit Jahren immer wieder aufs Neue auf. Jeder, der die zwei kulturbegeisterten Thurgauer näher kennt, kann gut nachvollziehen, wie schwer es ihnen Ende März gefallen sein mag, die lange im Vorfeld geplante und gut organisierte Ausstellung «BluesArt», welche ein interessantes Rahmenprogramm begleitet hätte, fast von einem Tag auf den anderen absagen zu müssen.

Gerade an solchen regionalen Anlässen besteht für Künstlerinnen und Künstler aber die Möglichkeit, sich und ihre Werke einem breiten Publikum präsentieren zu können.

Aufgrund diverser Absagen während der Coronapandemie ist das Einkommen aus eigener Kraft für diese Berufsgruppe schweizweit praktisch auf null gesunken. Diese Tatsache sei mit ein Grund, dass die abgesagte erste Ausstellung «BluesArt» nun vom 3. bis zum 18. Oktober in veränderter Formation definitiv zur Durchführung komme, sagt Kurt Gerber mit klaren Worten.

«Damit wollen wir den elf mitmachenden Künstlern eine Plattform schaffen, ihre kreativ gestalteten Werke auszustellen. Wenn dann das eine oder andere Kunstwerk den Weg in ein neues Zuhause schafft, könnte dieses neben aller Freude für den neuen Besitzer auch viel Gutes für die arg gebeutelte Kunstszene auslösen», betonen die beiden Drahtzieher, welche mit Unterstützung einiger Sponsoren aus dem Gewerbe für sämtliche Auslagen wie Miete, Drucksachen und Inserate aufkommen werden. «Somit entstehen für die elf Künstler keinerlei Ausstellungskosten», betonen Kurt und Gaby Gerber.

Ohne das geplante Rahmenprogramm

Elf renommierte Künstlerinnen und Künstler bekommen jetzt also vom 3. bis 18. Oktober die Gelegenheit, sich und ihre Werke in Bild und Form einem breiten Publikum präsentieren zu dürfen. Während dieser 16 Tage ist die Ausstellung täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Rotfarbgalerie, der Rotfarbkeller sowie ein Teil des Treppenhauses würden genügend Platz bieten, die empfohlenen Abstandsregeln einzuhalten, informiert Kurt Gerber. Auf Anmeldung besteht für Gruppen auch ausserhalb dieser Öffnungszeiten die Möglichkeit, sich in der Ausstellung umzusehen.

«Weil uns die Erfahrung aus früheren Jahren aufzeigte, dass viele unserer Vernissagen jeweils deutlich über 100 Besucher angezogen haben, können wir in diesem speziellen Jahr die Abstandsregeln für so viele Personen nicht gewährleisten. Daher müssen wir leider auf die geplante Laudatio von Pepe Lienhard und auch auf den Charity-Brunch zu Gunsten der Stiftung Lebensfreude verzichten», informieren Gerbers. Als ob das alles nicht schon genug wäre, mussten aufgrund der neu geltenden Einreisebestimmungen in die Schweiz auch die zwei durch «montag blues aadorf» organisierten und praktisch ausverkauften Blueskonzerte mit der österreichischen «Mojo Blues Band» abgesagt werden.

Konzert mit Schweizer Bluesband Mojo-T

Auch wenn dieser Entscheid kurzfristig gefällt wurde, ist es den Verantwortlichen dank den guten Verbindungen zur Blues Szene Schweiz innert kürzester Zeit gelungen, die bekannte Schweizer Bluesband «Mojo-T» für das Konzert vom Sonntag, 4. Oktober, zu gewinnen und zu verpflichten. Auch wenn jetzt aufgrund der aktuellen Vorkommnisse fast das gesamte Rahmenprogramm für die Ausstellung «BluesArt» entfällt, fokussieren sich Kurt und Gaby Gerber unentwegt auf die am nächsten Wochenende startende Ausstellung.

Die Tatsache, dass sich im Aareal Rotfarb immer wieder bekannte und auch weniger bekannte Künstler zu erfolgreichen Ausstellungen zusammenfinden, lässt die beiden engagierten Kunstkenner hoffen, dass möglichst viele kunstinteressierte Besucher die Ausstellung besuchen werden. «Wir sind überzeugt, dass unser Publikum auch in diesem speziellen Jahr der vielen Entbehrungen kulturell voll auf ihre Kosten kommen wird», sagen die beiden Organisatoren.