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Erneut ein Flugblatt gegen die gelpante Eschliker Sporthalle

Bereits zum zweiten Mal innert Wochenfrist erhielten die Stimmbürger ein Flugblatt, mit dem sich Gegner der geplanten Sporthalle zu Wort melden. Die Verfasser argumentieren dabei mit Umweltaspekten.
Roman Scherrer
Auf der Parzelle «Braatewääg, Friesler» soll die neue Eschliker Sporthalle entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

Auf der Parzelle «Braatewääg, Friesler» soll die neue Eschliker Sporthalle entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

Drei Mal Nein zur neuen Eschliker Sporthalle. Die Botschaft ist dieselbe. Aber nur schon mit der grünen Farbe unterscheidet sich das Flugblatt, welches diese Woche an alle Haushalte in der Gemeinde ging, wesentlich vom tief roten Exemplar von vergangener Woche.

Grün – zumindest im politischen Sinn – sind auch die Argumente gegen die neue Sporthalle, welche auf dem Flugblatt aufgeführt sind. «Mit dem Glasbau soll eine der letzten freien Grünflächen überbaut werden», «Weitere Zunahme der nächtlichen Lichtverschmutzung» oder «Mehr Verkehr ohne Anbindung an den ÖV», heisst es dort etwa.

Nicht alle wollten namentliche Erwähnung

Nein, einer Partei gehöre er nicht an, schreibt Tobias Strausak auf Anfrage unserer Zeitung. Er ist einer von sechs Personen, die für das Flugblatt verantwortlich zeichnen. «Ich wurde von jungen Erwachsenen gefragt, ob es wirklich wahr sei, dass die letzte freie Wiese für ein Prestigeobjekt geopfert werden soll.»

Nach der Informationsveranstaltung im August hätten er und seine Mitstreiter dann die Grundlagen analysiert und sich entschlossen, ihre Meinung kundzutun. «Leider wollten einige nicht namentlich genannt werden, was ich aber sehr gut verstehe», schreibt Strausak.

Politisches Engagement ist rein privat

Der Eschliker ist beruflich in einem Bauunternehmen in Münchwilen tätig, dennoch setzt er sich nun gegen den geplanten Turnhallen-Bau ein. «Auf den ersten Blick passt das nicht recht zusammen. Doch auch bei mir kam die Einsicht, dass wir mit unserem Land haushälterischer umgehen müssen.» Sein politisches Engagement sei denn auch «rein privater Natur».

An der Informationsveranstaltung hat sich lediglich die Eschliker CVP klar gegen die neue Turnhalle ausgesprochen. Sie kritisierte den vorgesehenen Standort, die Parzelle «Braatewääg, Friesler». Tobias Strausak ist der Meinung, dass eine Intervention bei einem Info-Anlass nichts mehr bringt. «Da sind bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Zudem muss ich feststellen, dass neue Ideen und Anliegen seit längerer Zeit, zum Teil bewusst, ignoriert und überhört werden.» Deshalb habe man sich entschlossen, direkt an die Bevölkerung heranzutreten.

Über das Projekt "Out in the green" des Winterthurer Architekturbüros Graf Biscioni stimmen die Eschliker 23. September ab. (Bild: ZVG)

Über das Projekt "Out in the green" des Winterthurer Architekturbüros Graf Biscioni stimmen die Eschliker 23. September ab. (Bild: ZVG)

Und trotzdem: Das Standort-Thema der CVP findet Strausak interessant. Nicht zuletzt, da sich die von der Ortspartei vorgeschlagene «Unteri Mettle» zwischen den Dörfern Wallenwil und Eschlikon befinde. «Zudem existiert in Eschlikon eine grosse Sportzone. Beide Orte sind mit den ÖV bestens zu erreichen.» Die Sportzone liegt gemäss dem Eschliker Zonenplan beim Herdern-Areal, wo sich die Fussball- und Tennisplätze befinden.

«Schule funktioniert auch ohne neue Turnhalle»

Geht es nach Tobias Strausak, sollten sich die Gemeinden in solchen Angelegenheiten zusammenschliessen, um den Landverbrauch zu reduzieren. Und:

«Tatsache ist, dass die Schule auch ohne neue Turnhalle funktionieren würde. Das ist in diversen Studien nachzulesen.»

sagt Sporthallen-Gegner Tobias Strausak. Er verweist damit unter anderem auf die «Strategische Schulraumplanung (SSP)», eine Studie zum Eschliker Schulraumbedarf, welche die Schulbehörde 2012 veröffentlichte.

Nach diesem weiteren Widerstand gegen das Sporthallen-Projekt scheint der Ausgang der Urnenabstimmung am 23. September völlig offen. Denn bereits der Kredit für den Architekturwettbewerb erzielte 2015 lediglich eine Zustimmung von 56 Prozent, der Planungskredit 2017 gar nur 52 Prozent.

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