Grünes Licht für Förderkonzept für Frauenfelder Primarschüler

Der Kanton hat das Förderkonzept der Primarschulgemeinde Frauenfeld bewilligt. Laut Schulpräsident sei es auf die einzelnen Schulanlagen zugeschnitten ist und biete vielfältige und flexible Möglichkeiten, die Schulkinder in ihrem jeweiligen Quartierschulhaus zu fördern.

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Fein säuberlich haben Primarschüler der Schulanlage Langdorf in Frauenfeld ihre Siebensachen für den bevorstehenden Unterricht deponiert.

Fein säuberlich haben Primarschüler der Schulanlage Langdorf in Frauenfeld ihre Siebensachen für den bevorstehenden Unterricht deponiert.

(Bild: Thi My Lien Nguyen)

(pd) Rückwirkend auf das Schuljahr 2018/19 hat das Departement für Erziehung und Kultur das angepasste Förderkonzept der Primarschule Frauenfeld bewilligt, das laut Medienmitteilung bestens zur Einführung des neuen Lehrplans passe.

Denn das bereits vor sechs Jahren eingeführte Förderkonzept hat sich mittlerweile bewährt, wie aus einer jetzt bekannt gewordenen Evaluation mit einer internen Online-Umfrage und Gesprächen mit ausgewählten Lehrpersonen, Therapeuten und Schulleitern vom Sommer 2018 hervorgeht. Schulpräsident Andreas Wirth schreibt dazu:

Andreas Wirth, Präsident Schulen Frauenfeld.

Andreas Wirth, Präsident Schulen Frauenfeld.

(Bild: Thi My Lien Nguyen)
«Die Einführung des Förderkonzepts der Primarschulgemeinde Frauenfeld ist gelungen; die Zufriedenheit in den Schulanlagen ist gross.»

Besonders bewährt habe sich, dass die Angebote zur Förderung der Kinder mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen auf die einzelnen Schulanlagen zugeschnitten sind. So könne rasch und flexibel auf sich verändernde Bedürfnisse reagiert werden.

Quartierschule für soziale Integration und Wohlgefühl

Mit der Einführung des Förderkonzepts hat die Schulbehörde die bisherigen Klein- und Einschulungsklassen aufgehoben, damit möglichst alle Kinder ihr Quartierschulhaus besuchen können.

«Diese Kinder fühlen sich in ihrer Klasse und in der Schule wohl und sind sozial gut integriert.»

Schülerinnen und Schüler, die mit einem Einschulungsjahr während dreier Jahre in der 1. und 2. Klasse verweilen, würden den Unterrichtsstoff in einem individuellen Tempo bewältigen. Die Evaluation habe gezeigt, dass es besser sei, wenn diese Kinder während zweier Jahre der Stundentafel der 1. Klasse unterstehen und in ihrem dritten Jahr gemäss dem Stundenplan der 2. Klasse unterrichtet werden.

Assistenzen, Praktikanten und Lehren im Team

Laut überarbeitetem Förderkonzept wird die Unterstützung von Kindern mit angepassten Lernzielen oder mit einer Dispensation vom Fremdsprachenunterricht optimiert. Aus dem Angebot hätten sich das Unterrichten im Teamteaching und die Unterstützung durch Unterrichtsassistenzen und Praktikanten als wertvoll erwiesen. Im Bereich der schulischen Heilpädagogik stehen die Schulanlagen laut Wirth vor der Herausforderung, dass es immer schwieriger wird, ausgebildetes Personal zu finden. So müsste Bedarf und Einsatz der Heilpädagoginnen überdacht werden, und es gelte, neue Lösungen zu finden.

Das bewilligte Förderkonzept biete dazu vielfältige Möglichkeiten. Primäres Ziel sei immer das Wohl der Schulkinder. Die Schulbehörde freut sich, die Primarschulen wirksam weiterzuentwickeln. Die Umsetzung erfolge ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand.

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