Grosszügiges Weihnachtsgeschenk für die Jugendmusikschule Frauenfeld

Die Organisatoren des Open Air Frauenfeld schenken die 10000 Franken des Anerkennungspreises der Jugendmusikschule Frauenfeld. Der Betrag soll für ein Hip-Hop-Projekt verwendet werden.

Stefan Hilzinger
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Symbolische Geldübergabe: Jugendmusikschulleiter Marcel Maij, Open-Air-Chef Wolfgang Sahli, Open-Air-Finanzchefin Andrea Läderach, Stadtpräsident Anders Stokholm, Jugendmusikschule-Vizepräsident Rudolf Fuchs und Open-Air-Geschäftsführer René Götz.(Bild: Andrea Stalder)

Symbolische Geldübergabe: Jugendmusikschulleiter Marcel Maij, Open-Air-Chef Wolfgang Sahli, Open-Air-Finanzchefin Andrea Läderach, Stadtpräsident Anders Stokholm, Jugendmusikschule-Vizepräsident Rudolf Fuchs und Open-Air-Geschäftsführer René Götz.(Bild: Andrea Stalder)

Wer weiss: Eines Tages heizt eine Gruppe Frauenfelder Jugendmusikschüler mit coolen Rhymes und fetten Beats auf der Hauptbühne dem Publikum des Open Air Frauenfeld ein. Am Donnerstag jedenfalls legten Verantwortliche von Open Air, Jugendmusikschule und Stadt den Grundstein dazu.

Die Veranstalter des Open Air Frauenfeld haben ihr Preisgeld des diesjährigen Anerkennungspreises, immerhin 10000 Franken, symbolisch der Leitung der Jugendmusikschule übergeben. Mit Freude haben Schulleiter Marcel Maij und Rudolf Fuchs als Vizepräsident des Trägervereins der Jugendmusikschule den überdimensionalen Check entgegengenommen.

Spende nach dem Motto «von der Musik zur Musik»

«Für uns war von Anfang an klar: Das Geld bleibt in Frauenfeld», sagt Open-Air-Verwaltungsratspräsident Wolfgang Sahli. Finanzchefin Andrea Läderach braucht nicht lange, um auf die Jugendmusikschule als Empfängerin der Spende zu kommen. «Schliesslich habe ich hier selbst einmal Klavierstunden genossen», sagt die gebürtige Frauenfelderin. Nach dem Motto «von der Musik zur Musik» war der Entscheid in der Open-Air-Leitung rasch gefasst, bestätigt Geschäftsführer René Götz.

Nicht im Repertoire der Musikschule

Für die Verantwortlichen der Jugendmusikschule steht fest: Das Geld fliesst nicht einfach in den ordentlichen Betrieb der Schule. Es soll etwas Spezielles damit gemacht werden. Schulleiter Maij hat auch schon eine Idee, in welche Richtung es gehen soll: «Mir schwebt ein Projekt in Richtung Pop-Rock oder Hip-Hop vor», sagt er. Eine Musikrichtung, die nicht zum Standard-Repertoire von Musikschulen gehört.

Frauenfelder Jugendmusikschüler auf der Open-Air-Bühne? Er sei für vieles zu haben, lässt Open-Air-Chef Sahli durchblicken. «Aber sollte aus dem Projekt eine Platte resultieren, gehören die Musikrechte uns», fügt er sogleich an, was in der Runde Heiterkeit auslöst.
Mit der Geldspende wollen die Open-Air-Organisatoren ihre Freude über den Anerkennungspreis mit jungen Menschen teilen.

Der Stadtpräsident spielt auch Oboe

Zwar ist Sahli mit einer Geigenlehrerin verheiratet, doch auf die Frage, welches Instrument er einst gelernt habe, winkt er ab. «Keines.» Doch dafür organisiere er einfach fürs Leben gerne Musikanlässe. Ein Multiinstrumentalist ist Stadtpräsident Anders Stokholm, bekanntlich ein begeisterter Alphornbläser. Er spiele aber auch Oboe. «Die gibt im Orchester den Ton an.»