Thurgauer Grosser Rat genehmigt einen kantonalen Klimaschützer

Beim kantonalen Amt für Umwelt wird eine neue Koordinationsstelle Klimaschutz eingerichtet. Der Klimaschützer soll den Überblick über die verschiedenen Massnahmen haben, koordinieren und bei Projekten über Auswirkungen auf das Klima informieren. 

Larissa Flammer
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Ein junger Teilnehmer des Klimastreiks in Frauenfeld.

Ein junger Teilnehmer des Klimastreiks in Frauenfeld. 

(Bild: Andrea Stalder)

Darum geht es: 

  • Ein kantonaler Klimaschützer soll die Koordination und Umsetzung zahlreicher Massnahmen in den Bereichen Energie, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Umgang mit Naturgefahren, Biodiversitätsmanagement oder Raumentwicklung sicherstellen.
  • Als der Regierungsrat im Mai seine Absicht dem Grossen Rat mitteilte, gab es von fast allen Seiten Applaus. 
  • Die neue Stelle musste an der Budgetdebatte von heute Mittwoch genehmigt werden. 

An der Budgetdebatte am Mittwoch diskutierten die Thurgauer Kantonsräte über mehrere neue Stellen in der Kantonsverwaltung. Darunter auch über die geplante Koordinationsstelle Klimawandel, die beim Amt für Umwelt angesiedelt werden soll. 

Die einzige Wortmeldung zu dieser Stelle kam von Peter Schenk (EDU). Seine Fraktion begrüsse das Schützen der Schöpfung. Allerdings beinhalte die Schaffung der Stelle das Risiko, den grünen Trend zu verherrlichen, ohne dass wirklich Verbesserungen erzielt werden. Ausserdem bestehe die Gefahr negativer Auswirkungen auf das Gewerbe:

«Die EDU will dieses Risiko ausgeschaltet haben.»

Jetzt wird das Anforderungsprofil erstellt

Die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag entgegnete, sie könne nicht versprechen, dass es künftig keine Belastung des Gewerbes gebe: «Es ist allen klar, dass wenn wir einen effektiven Klimaschutz wollen, es Auswirkungen auf verschiedene Anspruchsgruppen geben wird,  also auch auf das Gewerbe.» 

Einen Streichungsantrag gab es im Weinfelder Rathaus nicht. Die neue Stelle ist somit genehmigt. Carmen Haag sagte: «Wir werden jetzt das Anforderungsprofil erstellen.» Dieses würde auch vom angekündigten Aktionsplan Klimaschutz und den noch zu definierenden Zielen des Kantons abhängen. Die Stelle wird ausgeschrieben. 

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