Grosser Rat genehmigt Bericht der PH Thurgau mit Causa Begemann

Kein Kantonsrat verweigert dem Geschäftsbericht und der Jahresrechnung 2019 der Pädagogischen Hochschule Thurgau die Genehmigung. Trotzdem gibt es an der Grossratssitzung auch kritische Stimmen. Der Regierungsrat soll seine Aufsichtsfunktion wachsam wahrnehmen und auch unbequeme Fragen stellen.

Larissa Flammer
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Die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen.

Die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen.

Bild: Reto Martin

2019 war ein bewegtes Jahr für die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG). Das geht auch aus dem Geschäftsbericht hervor, den der Grosse Rat am Mittwoch behandelte. Kristiane Vietze (FDP, Frauenfeld) erwähnte als Sprecherin der zuständigen Subkommissionen die Causa Begemann, die Bildung einer Matrixorganisation, den Prozess zur Akkreditierung der Hochschule sowie den voranschreitenden Neubau.

Kristiane Vietze.

Kristiane Vietze.

Bild: PD

Dem Bericht der Kommissionen war zu entnehmen, dass seit einem Jahr ein externer Berater dabei hilft, das Arbeitsklima an der PH zu verbessern. Dieser Teamentwicklungsprozess zeige bereits Erfolge. Ebenfalls erfreulich sei, dass es auf das nächste Semester etwa zehn Prozent mehr Anmeldungen für das Studium gab.

Regierung soll Aufstichtspflicht wachsam wahrnehmen

Der Grosse Rat genehmigte den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung ohne Gegenstimme. Kritische Worte äusserte Grünen-Kantonsrat Jost Rüegg (Kreuzlingen), der das Votum seines Parteikollegen Peter Dransfeld (Ermatingen) verlas. Eine Hochschule sei ein Ort des freien Geistes. Unter anderem dieses Ideal habe durch die Turbulenzen rund um die Freistellung des Prorektors gelitten.

Ob nach dem Bericht der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission zu diesem Vorfall die nötigen Veränderungen vorgenommen worden seien, sei schwierig zu beurteilen. Im Votum wurde der Regierungsrat gebeten, seine Aufsichtspflicht wachsam wahrzunehmen und auch die unbequemen Fragen zum Arbeitsklima zu stellen.

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