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Grosser Bahnhof für ein WC in Islikon

Die SBB und die Gemeinde Gachnang investieren 126000 Franken am Isliker Bahnhof.
Stefan Hilzinger
Peyman Mehdiaraghi vom WC-Hersteller Fierz erklärt die Vorzüge der Edelstahl-Kabine. (Bild: Donato Capari)

Peyman Mehdiaraghi vom WC-Hersteller Fierz erklärt die Vorzüge der Edelstahl-Kabine. (Bild: Donato Capari)

«In Zürich gibt es solche WC, die sind schon 30 Jahre in Betrieb», sagt Peyman Mehdiaraghi. Er ist Projektleiter bei der Firma Fierz GmbH. «2,5 Millimeter Edelstahl, Typ 1.4301», sagt Mehdiaraghi. «Mit einem Spezialschliff, damit sich die Oberflächen besser putzen lassen.» Die Fierz GmbH aus Glattfelden entwickelt und baut vandalensichere WC-Anlagen, häufig als Partner der SBB.

So ist es auch am Bahnhof Islikon, wo seit Donnerstag eine Unisex-Kabine in Betrieb ist. «Es ist bereit die 77. Anlage dieser Art in der Ostschweiz», sagt Projektleiter Markus Rast von den SBB. Um die teilweise desolate Zustände der WC in kleineren und mittleren Bahnhöfen zu verbessern, starteten die Bundesbahnen vor einigen Jahren das Programm «WC-Modul 13». Zwölf Millionen Franken flossen und fliessen in den Bau vandalensicherer Anlagen.

Unbestrittener Handlungsbedarf

Vertreter von Gemeinde, den SBB, dem beteiligten Architekturbüro Pierson & Lanz aus Stein-Säckingen bereiten dem neuen WC bei Gleis 1 einen buchstäblich grossen Bahnhof. Sichtlich erfreut über die Verbesserung am Bahnhof Islikon ist auch Gemeinderätin Karin Widmer, zuständig für das Ressort Bau. «Über die Kosten bin ich zunächst zwar schon erschrocken», sagt Widmer. Doch sei es der Gemeinde schon klar gewesen, dass etwas gehen müsse. Widmer

«Am Bahnhof wird halt leider viel Unsinn getrieben.»

Die Kosten von 126000 Franken teilen sich die SBB und die Gemeinde hälftig. Die SBB haben zugesagt, Unterhalt und Reinigung für die nächsten zehn Jahre sicherzustellen. Laut Rast wird die Anlage einmal täglich gereinigt und bei einem zweiten Durchgang am Nachmittag nochmals kontrolliert. Der Gang aufs WC kostet künftig einen Franken. Der Apparat akzeptiert auch Ein-Euro-Münzen. «Dafür wissen die Kunden, dass sie eine saubere Kabine vorfinden», sagt Rast.

Bisher nur währen der Öffnungszeiten

Ganz geschlossen war die WC-Anlage zwar nie. Doch die Benutzung war seit längerem nur während der Öffnungszeiten der Station möglich und wenn man sich dort den Schlüssel holte. «Wir machten in Islikon die gleichen Feststellungen wie anderswo: Nachts verrichteten manche ihr Geschäft halt dann irgendwo auf dem Areal», sagt Rast. Was nicht nur Frühpendler die Nase rümpfen liess.

Vandalensicher

Je mehr bediente Bahnhöfe die SBB abschafften, desto mehr Bahnhof-WC verwahrlosten schleichend. Zuerst werden Wände und Türen verschmiert, dann geht der Spiegel in die Brüche. Der Gang zur Toilette wird unappetitlich. Das sollte mit der neuen, kostenpflichtigen Edelstahl-Box nicht mehr passieren, versprechen sich die SBB. (hil)

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