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Grüne suchen Nachfolger für Sirnacher Gemeinderat Andreas Schmidt

Mit einem Inserat suchen die Grünen Kandidaten für die Kommunalwahlen. Das ist weit mehr als Parteienwerbung, sagt der scheidende Gemeinderat Andreas Schmidt.
Olaf Kühne
Der Sirnacher Gemeinderat Andreas Schmidt (Grüne) tritt nach zwei Legislaturen nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an. (Bild: Olaf Kühne)

Der Sirnacher Gemeinderat Andreas Schmidt (Grüne) tritt nach zwei Legislaturen nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an. (Bild: Olaf Kühne)

Ein Inserat einer Partei ist vor den Wahlen per se nichts Besonderes. Die Annonce der Grünen im Gemeindeanzeiger «Sirnach aktuell» sticht dennoch ins Auge. Bewirbt die Partei doch weder einen Kandidaten noch eine Vorlage – sondern schlicht die kommunale Politik.

«Wanted» – englisch für «gesucht» – prangt in grossen Lettern über dem Hinweis auf die am 10. Februar anstehenden Wahlen in den Gemeinderat, die Schulkommission und die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission. «Haben wir dein Interesse geweckt?», fragt die Partei – «Eine spannende Aufgabe wartet auf dich!» Eine eigene Kandidatin, einen eigenen Kandidaten bewerben die Grünen damit nicht. Sie haben auch – noch – keinen, wie Andreas Schmidt auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Der Sirnacher Tierarzt sitzt für die Grünen im Gemeinderat und tritt 2019, nach zwei Legislaturen im Amt, nicht mehr zur Wiederwahl an. Derzeit ist der 63-Jährige sogleich der einzige Grüne in einem Hinterthurgauer Gemeinderat.

«Ich habe es nie bereut.»

«Klar wollen wir mit dem Inserat Werbung für unsere Partei und unsere Anliegen machen», sagt Schmidt, «aber nicht nur.» Vielmehr hätten es Ortsparteien aus allen politischen Lagern nicht leicht, Mitglieder oder gar Kandidaten zu finden. Dabei weiss Andreas Schmidt von seinem Amt als Gemeinderat nur Gutes zur berichten. «Ich habe es nie bereut», betont er. Selbst als einziger Linker sei er im mehrheitlich rechtsbürgerlichen Gremium stets «gut akzeptiert» gewesen.

Nie persönlich angegriffen worden

Zudem fänden grüne Themen letztlich oftmals auf der Gemeindeebene statt. «Und sie sind längst in der Mitte angekommen», sagt Schmidt und benennt als Beispiele Biodiversität, Raumplanung und Mobilität. «Im Zuge des Agglomerationsprogrammes des Bundes reden wir hier in der Region meist vom Grossprojekt Wil West.» Dabei gehe gerne vergessen, dass das Programm auch zahlreiche Teilprojekte beinhalte, welche dem Langsamverkehr in den Gemeinden zugutekommen. So wird in Sirnach auf der Winterthurerstrasse nach Fertigstellung der Umfahrungsstrasse Tempo 30 herrschen, Velofahrer und Fussgänger werden mehr Raum erhalten.

«Ich kann das Amt nur empfehlen.»

«Das Amt des Gemeinderates lohnt sich», sagt denn auch Andreas Schmidt. «Es ist sehr interessant.» Und obwohl sein Ressort «Planung und Verkehr» durchaus auch kontroverse Themen beinhaltet, habe er überwiegend positive Reaktionen aus der Bevölkerung erhalten. Und die wenigen negativen Rückmeldungen seien praktisch nie persönlich gewesen. «Wenn es gelingt, aus Kritik den sachlichen Kern herauszuschälen, gibt das interessante Gespräche», sagt er.

Mit ihrem Inserat im «Sirnach aktuell» wollen die Grünen deshalb nicht bloss Parteiwerbung betreiben, sondern alle Interessierten aufrufen, sich in der Gemeindepolitik zu engagieren – egal, aus welcher Partei. «Ich kann das Amt nur empfehlen», rührt Schmidt noch einmal die Werbetrommel.

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