Bäckerei übernimmt den Kiosk in der Aadorfer Badi

Die Eröffnung der Badisaison am 18. Mai bringt auch einen Wechsel im Aadorf Schwimmbad-Kiosk. Für das gastronomische Angebot sorgt das Personal der Konditorei-Bäckerei-Café Rüedi.

Kurt Lichtensteiger
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Kioskbetreiber Michael Rüedi freut sich auf den Saisonstart der Aadorfer Badi. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Kioskbetreiber Michael Rüedi freut sich auf den Saisonstart der Aadorfer Badi. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Es ist ein bemerkenswertes Novum. Der Aadorfer Gemeinderat hat den Badi-Kiosk einem einheimischen Gewerbebetrieb anvertraut, nämlich die Aadorfer Bäckerei-Konditorei-Café Rüedi, welche in Eschlikon eine Filiale betreibt.

Für Michael Rüedi ist die Übernahme auch Neuland. Verschiedene Überlegungen haben ihn zu diesem Schritt bewogen: Einerseits wolle er mit dieser Dienstleistung der Gemeinschaft etwas zurückgeben, anderseits sehe er wirtschaftliches Potenzial.

So etwa könne er bei saisonalen Schwankungen seine Angestellten aus seinem Personal-Pool flexibel im Freibad einsetzen. Aus Synergien also Nutzen ziehen, weil während der Sommersaison in seinem angegliederten Café nur wenige Outdoor-Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen. «Ich freue mich darauf, mit der Übernahme des saisonalen Kioskbetriebs eine neue Herausforderung in Angriff nehmen zu können», sagt Michael Rüedi kurz vor Saisonbeginn.

Möglichst viele regionale Produkte

Alles auf den Kopf stellen will er nicht, hingegen auf Wünsche der Badigäste reagieren. Dabei kann er auf die Erfahrungen der langjährigen Pächter Alice und Arthur Stacher zählen, die ihm mit wertvollen Ratschlägen zur Seite standen. So ist es denn auch verständlich, dass an bewährtem Sortiment festgehalten wird und möglichst viele regionale Produkte angeboten werden, so auch bei Getränken – Tannzapfenbräu oder Flauder sind Beispiele.

Nach einer Anlaufzeit sollten sich die Gästewünsche konkretisieren, hofft Rüedi. Sicher ist jedoch, dass vieles aus eigener Produktion stammen wird, seien es Flammkuchen, Sandwiches, Pâtisserie oder vor allem die hausgemachten Glacés, frisch und ohne Zusatzstoffe hergestellt. Neuland ist hingegen das Frittieren und Grillieren, doch dürfte diese Tätigkeit für das Personal zu bewältigen sein.

Zu Spitzenzeiten wird das Personal aufgestockt

Rüedi geht davon aus, dass über das Wochenende bei schönem Wetter vier Angestellte eingesetzt werden. Während der Woche sind es jeweils eine oder zwei Personen. Zu Spitzenzeiten, insbesondere während der Mittagszeit, dürfte das Personal aufgestockt werden. Logistisch ist ein derartiger Betrieb keine Kleinigkeit, gilt es doch, flexibel auf Besucherandrang reagieren zu können.

Fest steht, dass der Kiosk morgens erst ab 10 Uhr geöffnet sein wird. Ob inskünftig ein kundenfreundliches Gästerufsystem zum Einsatz gelangt, ist momentan noch Gegenstand von Abklärungen. So oder so darf man auf die Neuerungen gespannt sein.