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Frauenfelder Stadtratswahlen: GLP überrascht mit einer Kandidatur von Stefan Leuthold

Unverhofft kommt oft: Die Grünliberalen eröffnen den Stadtratswahlkampf mit der Kandidatur von Kantonsrat und alt Gemeinderat Stefan Leuthold. Dieser sagt, er wolle die konstruktiven Kräfte in der Mitte stärken.
Mathias Frei
GLP-Stadtratskandidat Stefan Leuthold. (Bild: Reto Martin, 7.März 2018)

GLP-Stadtratskandidat Stefan Leuthold. (Bild: Reto Martin, 7.März 2018)

Die GLP macht als erste Partei Nägel mit Köpfen und schickt Stefan Leuthold ins Stadtratsrennen. Noch bevor SP, Chrampfe & Hirne (CH) und SVP nominieren, noch bevor die FDP ihre Idee einer zusätzlichen bürgerlichen Kandidatur konkretisiert hat. Der Kandidat der GLP kommt überraschend, weniger die Person Stefan Leuthold, sondern vielmehr die Tatsache, dass es die Grünliberalen wagen.

Laut Medienmitteilung hat die GLP Frauenfeld Leuthold am Mittwoch nominiert. Der Kandidat mit Jahr 1967 holte 2011 das erste GLP-Mandat im Frauenfelder Gemeinderat, wo er bis 2016 politisierte. Zuerst gehörte er der Geschäftsprüfungskommission (GPK) Gesellschaft und Sicherheit an, dann wechselte er in die GPK Bau, Werke, Anlagen. 2012 schaffte Leuthold die Wahl in den Thurgauer Grossen Rat. Dort gehört er der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GFK) an, seit diesem Jahr leitet er die GFK-Subkommission zur kantonalen Gebäudeversicherung.

«Back-Up für den Sitz von Chrampfe & Hirne»

Leuthold hat sich vergangenes Jahr selbstständig gemacht und ist Veranstalter der Tischmesse Thurgau. Zuvor wirkte er im Kader einer Firma für erneuerbare Energien. Von 2000 bis 2007 war er kaufmännischer Leiter und Mitinhaber der Festhallen-Vermietung AG und Messeleiter der Thurgauer Frühjahrsmesse.

Die GLP hat ein Mandat im Gemeinderat, das aktuell Irina Meyer inne hat. Leuthold sagt:

«Ich habe keinen Anspruch auf einen Sitz, niemand hat Anspruch.»

Aber es nehme ihn Wunder, wie weit er komme. Nach eigenen Angaben spekuliert er darauf, in die Bresche zu springen, falls Kandidaturen anderer Parteien nicht überzeugten. Leuthold sagt, man wolle «die konstruktiven Kräfte in der politischen Mitte stärken». In der Medienmitteilung seiner Partei heisst es auch: «Politisch stehe ich weder links noch rechts, sondern vorne.» Er probiere, seinen Kompass in der Mitte zu halten. Gleichwohl ist die GLP aufgrund ihrer Fraktionsgemeinschaft mit CH und den Grünen der Ratslinken zuordenbar. CH sei über seine Kandidatur informiert. Leuthold sagt:

«Ich sehe mich als Back-Up des CH-Mandats.»

Zwischen CH und der GLP bestehe «ein gegenseitiges Verständnis für die jeweilige Position». Zudem sei die Kandidatur im Sinne der Stimmbürger, die nun eine Auswahl hätten.

Leuthold ist überzeugt, dass im Stadtrat etwas bewegen könnte. Vom Alter her traue er sich das Amt zu. Seine Erfahrung, sein Wissen und Netzwerk würden der Stadt zugute kommen. Als Bonus sieht Leuthold das Kantonsratsmandat. Gerade bei Verkehrsfragen könnten direkte Kontakte zum Kanton viel bewirken. Im Falle einer Wahl könnte er sich nach eigenen Angaben in jedes Departement einarbeiten. Aufgrund seines beruflichen Hintergrunds wäre aber «beim Departement für Werke, Freizeitanlagen und Sport der Weg am kürzesten».

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