Glosse
Verschiedene Versteckis

Murgspritzer über den Zusammenhang zwischen versteckten 5G-Antennen in Frauenfeld, der Beizenöffnung und der Tour de Suisse, die sich zwar versteckt, aber am TV-Bildschirm sowieso besser zu verfolgen ist.

Samuel Koch
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Nikolausfest mit dem Samichlaus bei einer Gruppe Kindern.

Nikolausfest mit dem Samichlaus bei einer Gruppe Kindern.

Bild: Keystone/Alessandro Della Valle

Sami, niggi, näggi. Den Vers zum heiligen St.Nikolaus kennt jedes Kind. Hinter dem Ofen hervor bewegt sich nur, wer Nuss und Bire bekommt. Sonst geht das Versteckspiel halt gnadenlos weiter.

Ein Versteckspiel gibt es auch ausserhalb der Adventszeit, denn die bösen Mobilfunkbetreiber verstecken ihre auf 5G aufgerüsteten Antennen neuerdings auch in Kirchtürmen, passend dazu etwa in der Stadtkirche St.Nikolaus in der Frauenfelder Altstadt. Da geht es nicht lange, bis die Gegner ihrerseits aufrüsten und dieses Versteckspiel kritisieren. Mutmasslich versandt mit dem Handy von unterwegs mit der schnellstmöglichen Internetverbindung.

Samuel Koch.

Samuel Koch.

Bild: Reto Martin

Ein anderes Versteckis ist seit Montag vorbei. Die Beizen sind endlich auch drinnen wieder geöffnet, zumindest auf legale Weise. Heimliche Spaghetti Bolognese und ein Gläsli Rotwein sind passé, auch bei Hudelwetter. Pünktlich auf die Beizen­öffnung zeigt sich auch Petrus wieder von seiner Schoggiseite. Mutmasslich fehlten ihm zuletzt achli Nuss und Bire.

Auf Versteckspiel machen auch die Organisatoren der diesjährigen Tour de Suisse. Da kurven die weltbesten Radrennprofis am Wochenende durch die Stadt sowie die umliegenden Gemeinden, und niemand darf ihnen mit blossen Augen dabei zusehen. Nun gut, immerhin überträgt das Fernsehen die Rennen. Dabei sieht man ja ohnehin mehr als vom Strassenrand her.