Glosse
Die Ablehnung des CO2-Gesetzes ist im Hinterthurgau kein Beinbruch

Südsicht auf Hinterthurgauer Abstimmungsergebnisse und die Frage, wie die Umwelt doch noch gerettet werden kann.

Olaf Kühne
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Der Sirnacher Kohlemeiler darf weiter rauchen.

Der Sirnacher Kohlemeiler darf weiter rauchen.

(Bild: Christoph Heer)

Da haben sie aber richtig Schwein gehabt auf der Hochwacht. Am Sonntag hat Sirnach das CO2-Gesetz abgelehnt. Der Kohlemeiler darf also weiter rauchen, das Köhlerfest kann weitergehen.

Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

In Aadorf haben sie das Gesetz auch abgelehnt. Das macht dort aber nichts. Aadorf ist nämlich Energiestadt, hat das mit der Umwelt also voll im Griff.

Energiestadt sind sie auch in Eschlikon. So ganz wohl war es ihnen mit der Ablehnung des CO2-Gesetzes am Sonntag aber offenbar nicht. Deshalb haben sie einfach einen grünen Gemeindepräsidenten gewählt. Somit bleiben Ökologie und Gewissen im Lot.

In Münchwilen, Sie ahnen es, haben sie das Gesetz ebenfalls gekübelt. Im Hinterthurgauer Bezirkshauptort stehen zwar Biodiversitätsboxen vor dem Gemeindehaus. Weil die Münchwiler aber selbst wissen, dass das in Sachen Umwelt schon ein bisschen arg mager ist, haben sie am Sonntag halt der energetischen Sanierung ihres Gemeindehauses zugestimmt – mit Fotovoltaik und allem Pipapo.

Weil alle Hinterthurgauer Gemeinden das CO2-Gesetz abgelehnt haben, wir Sie aber nicht weiter langweilen wollen, hören wir jetzt auch schon wieder auf mit dem Zeugs. Indes nicht, ohne lobend zu erwähnen, dass immerhin Braunau, als einzige Gemeinde im Bezirk, auch gleich noch das trümmlige Antiterrorgesetz zum Teufel geschickt hat.

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