Glosse

Das SVP-regierte Sirnach sorgt im Bezirk für einen Linksrutsch

Südsicht auf ein politisches Domino im Hinterthurgau.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

Bild: Peter Pfistner

Am Anfang war Sirnach. Dort haben sie – mal wieder – ihre Gemeindeschreiberin vergrault. Eine Stelle wurde also frei. Die Aadorfer Gemeindeschreiberin wagte den Wechsel.

Nun war in Aadorf eine Stelle frei. Die Matzinger Gemeindeschreiberin griff zu. Ihren Gemeindepräsidenten durfte sie aber nicht mitbringen. Weil sie in Aadorf schon einen haben.

Der Matzinger Gemeindepräsident wechselte deshalb nach Fischingen. Weil sie aber auch dort schon einen Gemeindepräsidenten haben, wurde er halt Klosterdirektor. Katholisch ist er nämlich. Gar Ministrant war er. Aber er ist auch Sozialdemokrat. Also ein Linker.

Wäre die Partei des Eschliker Gemeindepräsidenten noch katholisch, endete die Geschichte hier. Sie ist jetzt aber die Mitte. Und weil zu viel Links die Mitte nach rechts driften lässt, manchmal auch nur geografisch, ist der Eschliker Gemeindepräsident jetzt Stadtpräsident in Wil.

In Eschlikon übernimmt nun der Vize. Der ist ein Grüner. Also auch ein Linker. Das SVP-regierte Sirnach hat für einen Linksrutsch gesorgt. Das haben sie jetzt davon.