GLOSSE
Aadorfer Stimmbürger haben in weiser Voraussicht entschieden

Südsicht auf die Auswirkungen des Coronalockdowns auf die Aadorfer Kläranlage.

Olaf Kühne
Merken
Drucken
Teilen
Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

2018 genehmigten die Aadorfer Stimmbürger den 16-Millionen-Ausbau ihrer Kläranlage. Also zu einer Zeit, als Corona noch ein wässriges, fades Bier war. Weise Voraussicht bewiesen die Aadorferinnen und Aadorfer mit ihrem Entscheid, wie wir heute wissen.

Ist doch aus Corona inzwischen ein mühseliges und ziemlich gefährliches Virus geworden. Und dieses Virus liess, wie wir jüngst vom Chef der Aadorfer Migros erfahren haben, den Umsatz an Toilettenpapier in die Höhe schnellen. Ob aus Bunkermentalität, oder weil man im Aadorfer Homeoffice schlecht Geschäfte in Winterthur oder Zürich erledigen kann, spielt keine Rolle. Die Aadorfer Kläranlage hat so oder so einen Haufen Arbeit.

In derselben Reportage haben wir übrigens vom Aadorfer Denner-Chef erfahren, dass auch der Alkohol-Absatz markant gestiegen ist. Ist es guter Alkohol, kümmert das die Kläranlage kaum. Bei Fusel sieht das anders aus. Aber wir wollen das Kopfkino nicht ins allzu Grusige abdriften lassen.

Zumal der Ausbau der Aadorfer Kläranlage noch gar nicht abgeschlossen ist. Weil uns aber zu viel Genauigkeit in dieser Frage die Pointe versaut, tun wir einfach so als ob.