Glosse
A Watschn und a Bier gegen kühle Stimmung in Frauenfeld

Murgspritzer-Kolumne über unvorhergesehene Absagen von Grossanlässen, Feierabendbier frierend in Frauenfeld und Politiker, die einander derzeit besonders gerne anwäffelen.

Samuel Koch
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Eine junge Frau im Dirndl mit einer Mass Bier.

Eine junge Frau im Dirndl mit einer Mass Bier.

Bild: Fotolia

Eine Schande, a regelrechte Watschn. Auch diesen Herbst bleiben Dirndl und Lederhosen im Kleiderschrank. Das Oktoberfest in München ist abgesagt. Schon wieder kein Wiesn-Besuch. Schuld trägt Corona. Schon wieder. Der Schock sitzt tief. Diese Absage war ja kaum vorhersehbar.

In Frauenfeld sind Absagen ebenfalls in Mode. Immerhin gibt’s den Glühweinstand und diverse Buvetten, um sich seine tägliche Ration gegen eine trockene Kehle zu besorgen. Andere sitzen nach Feierabend lieber auf Terrassen und frieren sich für ihren täglichen Kick einen ab. Glühwein oder Jägertee wären da schon viel besser als ein kühles Blondes.

Nicht blond, dafür so richtig kühl ist derzeit die Stimmung im Gemeinderat. Da wäffelen sich Vertreter der verschiedenen Fraktionen vor den eigentlichen Traktanden in persönlichen Erklärungen an. Der Pfarrer gegen den Richter. Und der pensionierte Berufsunteroffizier fährt dem Gesamtstadtrat an den Karren, ehe man sich danach wieder aufs Wesentliche konzentriert. Man geht miteinander ins Bier.