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Gläubige verteilen Islam-Broschüren auf dem Frauenfelder Bahnhofplatz

Am vergangenen Samstag kontrollierten Polizisten zwei bärtige Männer am Frauenfelder Bahnhof, die Broschüren über den Islam verteilten. Bewilligt war die Aktion nicht. Trotzdem hat die Stadt keine Handhabe gegen solche Verteilaktionen.
Samuel Koch
Drei Polizeibeamte kontrollieren die Islam-Propagisten am Bahnhof Frauenfeld. (Bild: Samuel Koch, 12. Oktober 2019)

Drei Polizeibeamte kontrollieren die Islam-Propagisten am Bahnhof Frauenfeld. (Bild: Samuel Koch, 12. Oktober 2019)

Am vergangenen Samstagnachmittag haben zwei Vollbart tragende Männer auf dem Bahnhofplatz in Frauenfeld mit einem Plakat auf dem Rücken, auf denen die Überschrift «Islam – einfach und kurz erklärt» stand, Broschüren über den Islam verteilt. Drei Polizisten der Kantonspolizei Thurgau, die wegen der anstehenden Critical-Mass mit Velos unterwegs waren, kontrollierten die zwei Islam-Propagisten und nahmen die Personalien auf, konnten jedoch keine radikalisierenden Inhalte ausmachen, wie Polizeisprecher Andy Theler sagt.

Keine Kenntnis von der Aktion hatte Werner Spiri, Leiter des Amtes für Sicherheit der Stadt Frauenfeld. Er sagt:

«Bei solchen Aktionen ohne bewilligungspflichtige Stände handelt es sich um eine Grauzone.»

Werner Spiri, Leiter Amt für Sicherheit Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Werner Spiri, Leiter Amt für Sicherheit Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Das kantonale Gesetz über Strassen und Wege regle, dass Bewilligungen nur bei «gesteigertem Gemeingebrauch» eingeholt werden müssen. Das sei jedoch ohne Aufstellen von Ständen nicht der Fall, wie Werner Spiri sagt. Die Stadt Frauenfeld habe das bei den Bibelaktionen des Gideonbundes bereits einmal durchgespielt. «Wir haben im Grunde genommen keine Handhabe, um gegen solche Aktionen vorzugehen», meint er. Und der Bahnhofplatz liege sowieso im Eigentum der SBB, ergänzt Spiri. Die Medienstelle der SBB reagierte innert nützlicher Frist nicht auf eine Anfrage dieser Zeitung.

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