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Kolumne

Gfrörlige Nitrate

Südsicht
Olaf Kühne

Die Münchwiler Abwasserreinigungsanlage stösst an ihre Kapazitätsgrenzen. Und noch unschöner: Wenn es kalt ist, was im Winter in unseren Breitengraden schon mal vorkommen kann, gelangen aus der Anlage zu viele Nitrate in die Murg. Nitrate können Darmkrebs verursachen, sind also ziemlich böse. Ausser für Bauern, denen wächst mit dem Zeugs ihr Gemüse schneller.

Mit der Kapazitätsgrenze ist das so eine Sache. Das Bevölkerungswachstum sei schuld daran, heisst es. Konnte ja keiner ahnen, dass mit all den Baukranen überall auch tatsächlich Häuser gebaut werden. Und Baugesuche werden oft und gerne auch nur eingereicht, um die Bürokratie ein bisschen auf Trab zu halten.

Mit ihrem Engpass befindet sich die Münchwiler Kläranlage im Hinterthurgau indes in bester Gesellschaft. Die Aadorfer Dreifachsporthalle hat noch keine drei Jahre auf dem Buckel. Ihr Belegungsplan ist dennoch schon proppevoll. Ein Generationenprojekt eben – nur halt eher für Meerschweinchen als für Menschen.

Dafür hat der Hinterthurgau seit der Mondlandung eine richtige Autobahn, die nach wie vor gross genug ist. Derweil basteln die Oberthurgauer an einer Schnellstrasse, die schon zu ihrer Eröffnung – wann auch immer die stattfindet – zu klein sein wird. Immerhin dürfte bis dann das Münchwiler Abwasserproblem gelöst sein.

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