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Frauenfeld ist gewappnet für Brände und Dürren

Die Sanierung und Erweiterung des Reservoirs Stählibuck ist nach einjähriger Bauzeit abgeschlossen. Die beiden Kammern fassen nun 3600 Kubikmeter Wasser.
Samuel Koch
Im Eingangsbereich zum erweiterten und renovierten Reservoir Stählibuck: Ueli Berger, Leiter Abteilung Erdgas und Wasser bei den Werkbetrieben, Projektleiter Peter Langhart, Werkbetriebe-Chef Peter Wieland und Stadtrat Ruedi Huber. (Bild: Samuel Koch)

Im Eingangsbereich zum erweiterten und renovierten Reservoir Stählibuck: Ueli Berger, Leiter Abteilung Erdgas und Wasser bei den Werkbetrieben, Projektleiter Peter Langhart, Werkbetriebe-Chef Peter Wieland und Stadtrat Ruedi Huber. (Bild: Samuel Koch)

Für Pedanten liegt das Reservoir Stählibuck mit dem gleichnamigen Spielplatz auf Matzinger Boden. Dennoch hat die Stadt Frauenfeld mit ihren Werkbetrieben zur Eröffnung des renovierten und erweiterten Wasserreservoirs eingeladen.

Denn von dort (Zone 3) fliesst das Wasser in Richtung Stadtquartiere Bannhalden, Herten, Spitzrüti, Huben, Bühl sowie zum Kantonsspital, wenn jemand das WC spült oder duscht. Zudem dient das Wasser im Brandfall auch als Löschwasser. Immerhin hat die Gemeinde Matzingen den Bau bewilligt.

Zweite Kammer für Versorgungssicherheit

Nach rund einjähriger Bauzeit ist die Renovation des Wasserreservoirs aus den 70er-Jahren abgeschlossen. «Wasser ist die Grundbedingung für Leben in unserer Stadt», sagte Ruedi Huber am Montagvormittag in den letzten Atemzügen als amtierender Frauenfelder Stadtrat zu den rund drei Dutzend Gästen aus Politik, Verwaltung und Privatwirtschaft. Der Bevölkerung fehle das Bewusstsein, dass stets Wasser aus den Leitungen fliesse, selbst während des trockenen Sommers 2018. Ruedi Huber meinte:

«Damit die Grundversorgung mit genügend und sauberem Wasser durchgehend gewährleistet werden kann, muss aber vieles stimmen.»

Während der Bauzeit musste im höchstgelegenen Wasserreservoir Frauenfelds, das durch jene im Plättli, Obstgarten oder Obholz gespiesen wird, sämtliches Wasser abgelassen werden. Weil dadurch jedoch die Versorgungssicherheit – gerade in Notfällen – gefährdet gewesen wäre, entschied sich der Stadtrat für den Bau einer zweiten Kammer.

Die technischen Daten zum neun Reservoir Stählibuck. (Bild: Samuel Koch)

Die technischen Daten zum neun Reservoir Stählibuck. (Bild: Samuel Koch)

Den Ausbau notwendig machten Erkenntnisse aus einer Gefahrenanalyse. «Zudem sind auch Leitungen und Technik in die Jahre gekommen», sagte Projektleiter Peter Langhart, ehe er durchs Innere des renovierten Reservoirs führte. Nach dem Bau der neuen Kammer befüllten die Werkbetriebe sie im vergangenen Juli erstmals. «Alle haben ganze Arbeit geleistet, es gab keinerlei Lecks», sagte Langhart.

Fünf Stunden Unterbruch wegen Schaltschrank

Nachdem neue Leitungen für den Anschluss ans städtische Versorgungssystem gelegt wurden, startete im Februar die Sanierung des bestehenden Reservoirs. Langhart scherzte und holte einige Lacher ab:

«Sie war sehr schwierig, in den 70er-Jahren baute man die Drucktüren und Rohrleitungen offensichtlich für die Ewigkeit.»

Schliesslich erfolgte der Feinschliff, ehe die Wasserversorgung im Frühjahr wegen des Einbaus eines neuen Schaltschranks während fünf Stunden stillgelegt werden musste.

Jetzt verfügt das Reservoir Stählibuck dank des Zwei-Kammer-Systems über ein Fassungsvermögen von neuerdings 3600 Kubikmetern Wasser (3,6 Millionen Liter). «Damit entspricht das Reservoir wieder den neuesten Richtlinien», sagte Peter Langhart.

Obwohl das renovierte Reservoir auf Boden der Gemeinde Matzingen steht, darf sich vor allem die Stadt Frauenfeld über das neue Reservoir freuen – schliesslich trägt sie die Kosten von knapp einer Million Franken.

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