Gesamterneuerungswahlen
Ein Rücktritt aus Münchwiler Schulbehörde, Präsident tritt wieder an

Vier Bisherige stellen sich der Gesamterneuerungswahl der Münchwiler Schulbehörde. Einzig Marlen Cerrone tritt nicht mehr an. Um ihren Sitz buhlen am 7. März zwei Neue.

Olaf Kühne
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Die Münchwiler Schulbehörde der auslaufenden Legislatur: Präsident Lukas Weinhappl, Tatjana Meillaud, Florinda Sabatino, Marlen Cerrone und Daniel Lüthi.

Die Münchwiler Schulbehörde der auslaufenden Legislatur: Präsident Lukas Weinhappl, Tatjana Meillaud, Florinda Sabatino, Marlen Cerrone und Daniel Lüthi.

(Bild: Olaf Kühne, ‎10. ‎Juni ‎2018)

Die Gesamterneuerungswahl der Münchwiler Schulbehörde war vor vier Jahren ein eigentlicher Krimi. Der bisherige Schulpräsident Thomas Wyser (CVP) war unter Beschuss geraten, gleich drei Neue wollten mit einer eigenen Kandidatur seine Wiederwahl verhindern.

Alle drei waren in der Gemeinde keine Unbekannten: Gemeinderat Manfred Filliger (GLP), der frühere Schulpräsident Hanspeter Wehrle (FDP) und der damalige Präsident der Thurgauer Jungliberalen, Lukas Weinhappl.

Bekanntlich machte Letzterer im zweiten Wahlgang das Rennen, wirkt seither als Münchwiler Schulpräsident – und hat offenbar längst Spass an seinem einst aus der Not angestrebten Amt. Stellt er sich doch am 7. März der Wiederwahl – dieses Mal als einziger Präsidiumskandidat.

Weinhappl und seine Behörde dürfen auf eine erfolgreiche Legislatur zurückblicken. An ihren Schulgemeindeversammlungen brachten sie die allermeisten Geschäfte problemlos durch. 2019 stellten sich zudem an der Urne 64 Prozent hinter einen Zehn-Millionen-Schulhausneubau – was just in Münchwilen alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.

Nebst Weinhappl stellen sich drei Bisherige wieder zur Verfügung: Vizepräsidentin und Sozialarbeiterin Tatjana Meillaud (Grüne), Sozialvorsteherin und Psychotherapeutin Florinda Sabatino (parteilos) und mit Infrastrukturvorsteher und Polizist Daniel Lüthi (CVP) auch das dienstälteste Behördenmitglied. Fünfeinhalb Jahre wirkt er bereits für die Volksschulgemeinde Münchwilen. Dienstjüngste ist übrigens Florinda Sabatino. Sie sitzt seit einer Ersatzwahl im 2018 in der Behörde.

Noëmi Jacober Kandidatin Münchwiler Schulbehörde

Noëmi Jacober
Kandidatin Münchwiler Schulbehörde

(Bild: ZVG)

Auf eine Wiederwahl verzichtet einzig Marlen Cerrone. Sie ist seit dieser Legislatur mit von der Partie und verantwortet das Ressort «Gesundheit, Sport und Kultur». Bereits ist ihre Nachfolge gesichert, die Münchwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben gar die Wahl, zwei Kandidatinnen haben sich gemeldet: die St.Margarethenerin Noëmi Jacober und die Münchwilerin Marianne Obrist. Beide sind parteilos. Jacober ist Erzieherin, Obrist Hausfrau. Beide sind sie auch bereits in der Gemeinde engagiert. Jacober als Co-Leiterin im TV-Münchwilen, Obrist organisiert im Vorstand des Vereins Treffpunkt Münchwilen den Ferienspass mit.

Marianne Obrist Kandidatin Münchwiler Schulbehörde

Marianne Obrist
Kandidatin Münchwiler Schulbehörde

(Bild: ZVG)

In den aktuellen Münchwiler Gemeindenachrichten stellen sich die beiden Frauen ausführlich vor. Zu ihrer Motivation schreibt Noëmi Jacober beispielsweise: «Schule durfte ich bereits aus diversen Perspektiven kennen und schätzen lernen und bin gerne bereit, das Thema Schule auch noch aus Sicht der Behörde zu ergründen und an einer zukunftsorientierten Schule mitzuwirken.» Ähnlich tönt es von Marianne Obrist: «Als Mutter eines schulpflichtigen Kindes fühle ich mich mit der Schule sehr verbunden und möchte mich gerne für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen engagieren.»

Stille Wahl zweier Gremien

Für die Wahl der Mitglieder der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) sowie des Wahlbüros sind nicht mehr Vorschläge eingegangen, als Mitglieder zu wählen sind. Gestützt auf die Münchwiler Schulgemeindeordnung hat die Schulbehörde deshalb die Stille Wahl beider Gremien bestätigt. Namentlich sind diese für die kommende Legislatur in der GRPK: Jill Amann und Monika Huber (beide bisher) sowie neu Janis Basler, Martin Rohrbach und Michael von Gunten. Und im Wahlbüro wirken auch künftig die drei Bisherigen Susanne Hagen, Daniel Hubmann und Regula Rütsche. (red/kuo)