Gerliker blicken ideenreich nach vorne

Rund 70 Interessierte haben an der Zukunftswerkstatt des Dorfvereins Gerlikon über die Zukunft des Ortes diskutiert. Zur Sprache kamen auch Ideen wie ein Tunnel, ein Velo-Lift oder ein Förderband von der Stadt bis ins Dorf.

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Die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt diskutierten, wie sie das Dorf weiterentwickeln können. (Bild: PD)

Die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt diskutierten, wie sie das Dorf weiterentwickeln können. (Bild: PD)

(red) Im Zentrum der Zukunftswerkstatt sind die Suche nach einer Vision für das Zusammenleben im Dorf und Fragen gestanden, was denn eigentlich besser werden könnte. Stadtpräsident Anders Stokholm begrüsste am vergangenen Samstag die rund 70 Dorfbewohner und lud sie ein, sich einzubringen und die Anliegen gemeinsam zu diskutieren.

Daniela Luginbühl betonte als Präsidentin des Dorfvereins Gerlikon, dass der Verein das Zusammenleben im Dorf fördern wolle. Sie zeigte sich erfreut, dass so viele Dorfbewohner der Einladung gefolgt waren. Dies zeige, dass ihnen die Zukunft Gerlikons am Herzen liege.

Unterstützt durch Amtsleiterin Sabina Ruff, konnten während eines Jahres kontinuierlich kleine Hinweise gesammelt werden, was das Dorf bewegt. Die Zukunftswerkstatt solle nun einen Prozess anstossen, bei dem zusammen mit der Bevölkerung Wege gesucht werden, um diese Themen gezielt anzugehen.

Kritik zur Anbindung an Stadtbus und Verkehr

Die Teilnehmer lobten in den Diskussionen die dörfliche Struktur und die Nähe Gerlikons zur Natur. Sie bemängelten aber die fehlende Anbindung an den Stadtbus und die Durchfahrt von Lastwagen durch das Dorf. Überhaupt beschäftigt der Verkehr die Gerliker, wie das städtische Amt für Stadtentwicklung und Standortförderung mitteilt.

Zur Verbesserung der jetzigen Situation kamen viele Ideen zur Sprache, etwa ein Tunnel, ein Velo-Lift oder ein Förderband von der Stadt bis ins Dorf. Sogar autofrei wollen einige das Dorf haben, um mehr Platz für Begegnung zu schaffen. Ein Ort für Begegnung war denn auch ein weiteres Thema. Die Gerliker wünschen sich einen Ort, an dem vieles möglich ist: von Kursangeboten über gemeinsames Kaffeetrinken bis zu einer Nachbarschaftshilfe.

«Sharing Economy» war ein weiteres Anliegen an der Zukunftswerkstatt. Die Gerliker möchten teilen, nicht nur Zeit und gegenseitige Unterstützung. Schliesslich regten die Anwesenden an, die bestehende Infrastruktur im Dorf zu nutzen und nicht auswärts einzukaufen. Der Beck und der Milchmann, die jeweils einen Halt in Gerlikon machen, sollen genutzt werden, sowie Angebote wie das Zischtigskafi oder die Maja-Scheune. Die gesammelten Ideen sollen nun in Arbeitsgruppen konkretisiert werden.

Hinweis: Weitere Informationen gibt’s ab dem 15. März unter: www.gerlikon.ch