Gericht stoppt Hochwasserschutz Weinfelden-Bürglen

Die 2014 vom Grossen Rat genehmigte Umgestaltung des Thurlaufs kann vorerst nicht realisiert werden. Die Gemeinden müssen zuerst den Gewässerraum festlegen.

Thomas Wunderlin
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Die Thur beim Weinfelder Wehr. (Bild: Reto Martin)

Die Thur beim Weinfelder Wehr. (Bild: Reto Martin)

Das Thurgauer Verwaltungsgericht hat Beschwerden von Betroffenen in einem Punkt gutgeheissen. Das Departement für Bau und Umwelt (DBU) muss ihre Einsprachen noch einmal behandeln, wenn der Gewässerraum im Projektperimeter grundeigentümerverbindlich festgelegt wird.

Am 3. Dezember 2014 genehmigte der Grosse Rat mit grosser Mehrheit den Objektkredit für das Vorhaben «2. Thurkorrektion, Hochwasserschutzprojekt Weinfelden-Bürglen, Bauprojekt 2014, Abschnitt Weinfelden-Bürglen, km 28,7 bis 32,4» in der Höhe von rund 27,8 Millionen Franken.

Mehrere Einsprachen von betroffenen Landwirten gegen das Vorhaben wies das Departement für Bau und Umwelt (DBU) ab, soweit es darauf eintrat. Das öffentliche Interesse am Hochwasserschutz sei ausgewiesen und das Projekt stelle einen ausgewogenen Konsens dar.