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Bei der Thundorfer Vorstellungsrunde polarisiert der geplante Windpark

Der Erhalt einer gewachsenen Dorfkultur schliesst nicht auch moderne Entwicklungen wie einen Windpark aus. Diese Haltung vertraten die meisten Kandidatinnen und Kandidaten für den Thundorfer Gemeinderat am Infoanlass vom Dienstag.
Christof Lampart
Die acht Kandidierenden für die neue Legislatur: Felix Jenni (bisher), Beatrice Bachmann (neu), Michael Magnin (neu), Andreas Schär (neu), Daniel Kirchmeier (bisher), Markus Rüegg (bisher), Priska Rietmann (neu) und Walter Eugster (bisher). (Bilder: Christof Lampart)

Die acht Kandidierenden für die neue Legislatur: Felix Jenni (bisher), Beatrice Bachmann (neu), Michael Magnin (neu), Andreas Schär (neu), Daniel Kirchmeier (bisher), Markus Rüegg (bisher), Priska Rietmann (neu) und Walter Eugster (bisher). (Bilder: Christof Lampart)

Angenommen, dass Vizegemeindepräsident Daniel Kirchmeier am 10. Februar als bisher einziger Kandidat zum Nachfolger von Gemeindepräsident Alois Hersche gewählt werden wird, bleiben somit noch sieben Kandidierende – drei Bisherige und vier Neue – für sechs freie Gemeinderatssitze.

Am Wahlpodium, das am Dienstagabend im Thundorfer Gemeindesaal vor rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörern stattfand und von der Stettfurterin Marlise Bänziger geleitet wurde, erklärten alle Kandidierenden sinngemäss, dass sie sich für Thundorf engagieren wollten, weil das Dorf lebenswert und die Natur schön sei.

Alle zeigen Verständnis für Machbarkeitsstudie

Daniel Kirchmeier, Kandidat fürs Gemeindepräsidium.

Daniel Kirchmeier, Kandidat fürs Gemeindepräsidium.

Nichtsdestotrotz äusserten alle – vor dem Hintergrund der vom Volk gutgeheissenen Energiestrategie 2050 – Verständnis dafür, dass die Gemeinde die Machbarkeit eines Windparks prüft. Keine und keiner der Kandidierenden sprach sich explizit dagegen aus. Viele argumentierten ähnlich wie Kirchmeier, der erklärte:

«Es ist doch so, dass wir Ja zur Energiestrategie 2050 gesagt haben. Und da nach dem Abschalten der Atomkraftwerke von irgendwoher der Strom kommen muss, wenn wir nicht weniger konsumieren, müssen wir auch einen Windpark prüfen.»

Alle betonten, dass ihre Kandidaturen vom privaten und beruflichen Umfeld unterstützt würden und sie deshalb auch genügend Zeit fürs Amt aufwenden könnten.

Einen aktiven Wahlkampf will jedoch niemand bestreiten. Einzig ein paar Wahlkampfflyer werden an die Haushalte verteilt. Ebenso erklärten alle, dass sie, vorausgesetzt die Gesundheit spiele mit, gerne noch mindestens zwei Amtszeiten absolvieren wollten. Was ihm am Dorf so gut gefalle, dass er es sich nun als Gemeindepräsident zur Verfügung stelle, erklärte Daniel Kirchmeier wie folgt: «Man kennt sich hier und noch redet miteinander. Auch ist es hier noch irgendwie übersichtlich, sodass man sich zu Hause fühlt. Für dieses Dorf lohnt es sich, sich einzusetzen.»

Fast nur Parteilose treten als Neue an

Michael Magnin betonte, dass er die Anliegen der Bevölkerung energischer als bis anhin vertreten wolle. Beatrice Bachmann möchte mit ihrer erfolgreichen Kandidatur erreichen, dass Wetzikon im Gemeinderat vertreten ist. Priska Rietmann wiederum erklärte, dass sie mithelfen wolle, die hervorragende Lebensqualität im Dorf zu sichern.

Der Bisherige Markus Rüegg findet das Bauressort nach wie vor spannend: Es sei herausfordernd und interessant, da man praktisch für jedes grössere Problem «einen Prototyp bauen» müsse, bemühte Rüegg einen bildlichen Vergleich. Auch noch nicht genug vom Wirken im Gemeinderat hat Felix Jenni. «Das, was ich vier Jahre gemacht habe, habe ich gerne gemacht, auch wenn ich mich ins Soziale erst hineinknien musste», bekannte er.

Walter Eugster, der als CVP-Mitglied als einziger Kandidat einer Ortspartei angehört, entschied nach kurzer Überlegung, noch vier Jahre anzuhängen, «denn die Arbeit macht mir Freude, und ich kann so eine gewisse Kontinuität im Rat gewährleisten.» Andreas Schär erklärte, dass er als Inhaber eines Heizungsgeschäftes gerne ein technisches Ressort ausfüllen würde, doch hätten alle Aufgaben im Gemeinderat ihren ganz spezifischen Reiz.

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