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Genuss in vollen Zügen mit Dampflok-Fahrt ab Etzwilen

Am Sonntag bot der Verein zur Erhaltung der Bahnlinie Etzwilen - Singen zum vierten und letzten Mal in diesem Jahr die Gelegenheit zu Dampffahrten über die Kantons- und Landesgrenze hinaus.
Ernst Hunkeler
Die Dampflok Eb 2/4 JS35, auch «Grossmutter» genannt, ist ein Unikat. (Bild: Ernst Hunkeler)

Die Dampflok Eb 2/4 JS35, auch «Grossmutter» genannt, ist ein Unikat. (Bild: Ernst Hunkeler)

Zugegeben: Es gibt hellere Grossmütter, aber kaum schwerere. Die Dampflok Ed 2/4 JS35, von den Bahnfreunden liebevoll «Grossmutter» genannt, verfügt an ihrer Front zwar nur über drei Petrolfunzeln. Sie wiegt aber immerhin 49 Tonnen. Am Sonntag liess sich dieses Schwergewicht aus dem Jahre 1896 vor drei Wagen des Vereins zur Erhaltung der Bahnlinie Etzwilen - Singen (VES) koppeln und zog diese dreimal zwischen Etzwilen und dem deutschen Grenzort Rielasingen hin und her.

Für die historische Lok, die von der Dampfgruppe der Oehnsingen-Balsthal-Bahn zur Verfügung gestellt und von der Geschäftslok Re 4/4 III der Frauenfelder Gleisbaufirma Müller von Balsthal nach Etzwilen geschleppt worden war, bedeutete Etzwilen das südliche Ende eigenständiger Aktionen, nicht aber für die Passagiere. Weil das betagte Einzelstück über keinerlei Einrichtungen zur automatischen Sicherungskommunikation mit dem SBB-Netz verfügt, mussten die drei Wagen in Etzwilen für die Weiterfahrt nach Stein am Rhein jeweils an die Müllersche E-Lok umgehängt werden. Zurück über die Hemishofer Rheinbrücke ging es dann wieder unter Dampf.

Viele Ferrophile besuchen drei Fahrten

Mit den ersten Passagieren am Morgen hatte sich die «Grossmutter» noch durch so dichten Nebel nach Ramsen durchgestochert, dass sie ihr Ziel wohl nur fand, weil sie auf Schienen lief. Später öffnete sich dann ein strahlend blauer Herbsthimmel über der Museumsstrecke; das Pfeifen der Lok tönte nicht mehr nebelgedämpft, die Passagierzahlen nahmen zu. Gemäss Franz Singner, Co-Präsidenten des Vereins und Ramser Hobby-Bahnhofvorstand, waren die Wagen auf allen drei Fahrten gut besucht. Laut Vertrag der Museumsbahnbetreiber mit dem Verein Dampflok Muni hätte der Anlass mit eben diesem Gefährt an der Spitze durchgeführt werden sollen. Weil der «Muni» aber derzeit nicht betriebsbereit ist, sprangen die Balsthaler ein und retteten den Sonntag, den damit hunderte dann in vollen Zügen geniessen konnten.

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