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Genossenschafter bauen Siedlung in Frauenfeld neu

Die Wohngenossenschaft Sonmatt beschliesst den Abriss und Neubau der Siedlung Schollenholz. Anstatt zehn Wohnungen wie bisher gibt es künftig deren 23 auf der Parzelle. Die Genossenschafter bewilligten am Mittwoch einen Baukredit von knapp 10 Millionen Franken.
Stefan Hilzinger
So stellen sich die Architekten von Lehmann Haffter Architektur die Bebauung der Parzelle im Schollenholz vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Architekten von Lehmann Haffter Architektur die Bebauung der Parzelle im Schollenholz vor. (Bild: PD)

Skepsis und Anspannung wichen der Freude. Die Bewohnerinnen der Siedlung Schollenholz müssen zwar schon nächsten Frühling ausziehen, doch die Frauen in der ersten Reihe beglückwünschten den Vorstand der Wohnbaugenossenschaft Sonnmatt zum geplanten Neubau.

«Ein grosser Wurf und eine Premiere in der Geschichte der Genossenschaft»

Präsident Marcel Epper

Rund 30 Genossenschafter waren ins Begegnungszentrum Viva ins Kurzdorf gekommen, um über den Baukredit von 9,9 Millionen Franken für einen Neubau zu befinden. «Ein grosser Wurf und eine Premiere in der Geschichte der Genossenschaft», sagte Präsident Marcel Epper. Zum ersten Mal seit Bestehen der grössten Frauenfelder Wohnbaugenossenschaft werden Altbauten abgerissen, um einem Neubau zu weichen. Der Betrag von 9,9 Millionen Franken sei zwar nur eine Schätzung. «Aber ich verspreche Ihnen, dass wir den Rahmen einhalten werden», sagte der Präsident mit einem Blick auf Kassier Titus Moser. Noch nie habe der Vorstand einen Kredit überzogen. Das Ja zum Kredit war letztlich eine Formsache.

Wettbewerb zwischen sechs anonymisierten Projekten

Stephan Lehmann und Martin Haffter stellten das Neubauprojekt ausführlich vor. Ihr Frauenfelder Architekturbüro hatte den vom Vorstand lancierten Wettbewerb gewonnen. In einer ersten Phase lud der Vorstand alle ansässigen Büros zur Teilnahme am Verfahren ein, deren sechs hat der Vorstand schliesslich ausgewählt, anonym konkrete Projektvorschläge einzureichen.

Lehmann-Haffter planen auf dem 3000 Quadratmeter grossen Areal drei Bauten mit total 23 Wohnungen. In einem der Gebäude hat es sieben statt acht Wohnungen, weil dort die Zufahrt in die Tiefgarage eingeplant ist. Epper sagt:

«Das Projekt erfüllt die Forderung nach verdichtetem Bau und unsere Ansprüche als Genossenschaft betreffend günstigem Mietzins und gemeinschaftlichem Wohnen.»

Die Architekten räumten zwar ein, dass die Wohnungen verglichen mit heutigen Standards vergleichsweise klein seien, dies werde aber kompensiert durch hohe Räume, raumhohe Fenster, Wohnküchen in den Erker, die wie eine Loggia in eine Aussenraum verwandelt werden kann. Dazu komme im Attikageschoss eine Waschküche und eine gemeinschaftlich nutzbare, gedeckte Dachterrasse.

Epper ist überzeugt, dass die Wohnungen an dieser Lage problemlos vermietet werden können, wobei bisherige Mieter bevorzugt werden. Nach dem klaren Ja der Versammlung werde das Baugesuch Anfang Jahr bei der Stadt eingereicht. Vorbehältlich allfälliger Einsprachen will die Genossenschaft im Mai mit dem Abbruch der alten Siedlung beginn. Bezug des Neubaus ist auf Mitte 2021 vorgesehen.

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