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Thurgauer SVP-Kantonsrat Lei stellt lateinische Anfrage an Regierung

Hermann Lei fühlt sich von der Eidgenössischen Denkmalpflege-Kommission bestätigt. Seine Einfache Anfrage an den Regierungsrat hat er mit einem abgewandelten Cicero-Zitat überschrieben.
Thomas Wunderlin
Das Kunstmuseum Thurgau befindet sich in der Kartause Ittingen. (Bild: Donato Caspari)

Das Kunstmuseum Thurgau befindet sich in der Kartause Ittingen. (Bild: Donato Caspari)

Peter Dransfeld (GP, Ermatingen) zitierte eine Kabarettistengruppe in seiner Einfachen Anfrage vom 17. Dezember. Hermann Lei (SVP, Frauenfeld) greift zu Cicero in seiner diesen Mittwoch eingereichten Anfrage.

Beiden stösst es sauer auf, dass der Regierungsrat das vernichtende Gutachten vier Jahre unter Verschluss hielt, das die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) 2014 zur Kunstmuseums-Erweiterung in der Kartause Ittingen erstellt hatte.

Regierungsrat informierte Grossen Rat nicht

Dransfeld stellte sechs Einzelfragen, Lei hakt bei einem Punkt nach: «Seit wann hatte welches Regierungsratsmitglied Kenntnis vom EKD-Gutachten und wieso wurden die Ratsmitglieder dennoch nicht darüber informiert?»

SVP-Kantonsrat Hermann Lei.. (Bild: Keystone/Siggi Bucher)

SVP-Kantonsrat Hermann Lei.. (Bild: Keystone/Siggi Bucher)

In Abwandlung des Anfangs einer berühmten Rede Ciceros fragt Lei: «Quo usque tandem abutere, virgam imperium, patientia nostra?» Er wolle damit seinem «Erstaunen und Ärger» Ausdruck geben, schreibt Lei. Dabei setzt er auf die Lateinkenntnisse der Regierung, denn eine Übersetzung liefert er nicht mit. Sie sei hier nachgereicht:

«Wie lange noch, Regierungsrat, wirst du unsere Geduld missbrauchen?»

Es sei rechtswidrig gewesen, das Kunstmuseums-Projekt nicht dem Volk vorzulegen, fährt Lei fort. Jetzt stelle sich heraus, dass es überdies nicht bewilligungsfähig war. Er sei ein Kritiker des Standorts gewesen. Die Regierung habe ihn deswegen «wie ein unverständiges, quengelndes Kind» behandelt. Das EKD-Gutachten gebe ihm jetzt recht.

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