Gemeindeversammlung
Rechnungsabschluss: Münchwiler Gewinn fliesst ins Gemeindehaus

An der Münchwiler Gemeindeversammlung vom 31. Mai unterbreiten Schule und Gemeinde ihre Rechnungsabschlüsse 2020. Beide fallen wesentlich besser aus, als einst budgetiert.

Olaf Kühne
Drucken
Teilen
Das Münchwiler Gemeindehaus hat 39 Jahre auf dem Buckel und soll folglich umfassend saniert werden.

Das Münchwiler Gemeindehaus hat 39 Jahre auf dem Buckel und soll folglich umfassend saniert werden.

(Bild: Olaf Kühne)

Als eine von wenigen Gemeinden bittet Münchwilen seine Bürgerinnen und Bürger in diesem Frühling an eine Gemeindeversammlung – und ruft sie zwei Wochen später auch gleich noch an die Urne.

Während es beim Urnengang vom 13. Juni um die Bewilligung der Sanierung des 39-jährigen Münchwiler Gemeindehauses geht, ist die Finanzierung des 2,1-Millionen-Projektes, welches die Gemeinde kommende Woche detailliert vorstellen wird, an der Gemeindeversammlung vom 31. Mai zumindest indirekt ein Thema.

Vorfinanzierung für Sanierung des Gemeindehauses neu 1,8 Millionen

Haupttraktandum der politischen Gemeinde wird an diesem Abend der Rechnungsabschluss sein. Dieser weist einen erklecklichen Überschuss aus. Anstelle eines budgetierten Verlustes von 250'000 Franken steht nun ein Gewinn von 1,445 Millionen unter dem Strich – brutto. Hat doch der Gemeinderat aus diesem Plus bereits 800'000 Franken in die Vorfinanzierung der Gemeindehaussanierung gesteckt, welche sich somit bereits auf 1,8 Millionen beläuft. Weitere 600'000 Franken hat die Behörde für einen Neubau des Werkhofes beiseite gelegt. Der Nettoüberschuss der Gemeinde ist somit nur noch 46'000 Franken stark.

Da der Gewinn der politischen Gemeinde zu einem guten Teil aus höheren Steuereinnahmen resultiert, ist es naheliegend, dass auch die Schulgemeinde einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren kann. Tatsächlich steht zwar ein Verlust von 157'000 Franken unter der Rechnung 2020. Da die Schulbehörde für das vergangene Jahr aber ein Defizit von 601'000 Franken budgetiert hatte, steht nun auch die Schulgemeinde wesentlich besser da, als einst vorhergesagt.

Zwei Kreditabrechnungen und eine Anpassung der Gemeindeordnung

Nebst ihrem Jahresabschluss wird die Schulbehörde am übernächsten Montag mit zwei Abrechnungen weitere Geschäfte unterbreiten: Der Heizungsersatz im Schulzentrum Oberhofen kostete anstelle der bewilligten 300'000 lediglich 194'000 Franken. Und von den bewilligten 270'000 Franken für den Wettbewerbskredit für eine neue Mehrzweckanlage Oberhofen wurden 253'000 Franken ausgegeben, welche sich Schule und Gemeinde je hälftig teilen.

Der Gemeinderat wiederum wird seinen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern auch noch eine Anpassung der Gemeindeordnung an das kantonale Planungs- und Baugesetz unterbreiten.