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Gemeindeübergreifender Jugendtreff soll bei der Badi Stettfurt entstehen - Skaterpark inklusive

Matzingen, Thundorf und Stettfurt spannen für einen gemeindeübergreifenden Jugendtreff zusammen. Das Grobkonzept steht, und mittlerweile ist auch der geplante Standort bekannt. Zudem plant der private Verein Pipeline den Bau eines Skater- und Bewegungsparks.
Samuel Koch

Nur heisse Luft waren die Ankündigungen nicht. Der gemeinsam geplante Jugendtreff der Gemeinden Matzingen, Thundorf und Stettfurt konkretisiert sich, auch wenn die Feinplanung noch aussteht. Der gemeindeübergreifende Jugendtreff ist ein Projekt, das als Wunsch der Jugend aus der Zukunftskonferenz vom November 2017 in der Mühli Matzingen an die Hand genommen wird.

Die dafür ins Leben gerufene Projektgruppe «Jugend am Sonnenberg» ist aber vorsichtig, wie Leiter Ueli Bachofen sagt, der gleichzeitig im Gemeinderat Stettfurt fürs Soziale verantwortlich ist. Er sagt:

«Wichtig ist uns, dass wir etwas realisieren, das Hand und Fuss hat und bei der Bevölkerung auf Akzeptanz stösst.»

Auch deshalb werden die Stimmberechtigten der drei beteiligten Gemeinden stets über die Planungsschritte informiert und in den Prozess involviert.

Mehrere Vorteile für den Standort bei der Badi

Ueli Bachofen, Gemeinderat Stettfurt. (Bild: Samuel Koch)

Ueli Bachofen, Gemeinderat Stettfurt. (Bild: Samuel Koch)

Obwohl bei der Projektgruppe bisher keine Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen sind, steht nun der geplante Standort für den Jugendtreff fest. Er soll beim Parkplatz des Schwimmbades am Sonnenberg in Stettfurt langfristig Platz finden. Die Vorteile für den dortigen Standort liegen für Bachofen auf der Hand. Erstens würden alle die Badi kennen, zweitens wohne niemand in unmittelbarer Nähe wegen möglichen Lärmklagen und drittens liege die Parzelle bereits in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. «Und wir haben uns mit dem Liegenschaftseigentümer bereits über einen Landkauf einigen können», meint er.

Detaillierter gibt er zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft, auch nicht über geplante Kosten. Klar ist, dass der Jugendtreff – ob als Bauwagen, Container oder Holzbau – auf der Verlängerung des jetzigen Parkplatzes hinunter zur Lauche geplant ist. «Wir arbeiten derzeit am Feinkonzept und haben das Strategiepapier allen Gemeinderäten vorgelegt», sagt er. Klar ist, dass der Jugendtreff geführt werden und den Jungen langfristig dienen soll. In die Pläne mit ein fliesst auch das Projekt Skaterpark des von Jugendlichen initiierten Stettfurter Vereins Pipeline.

Pilotphase mit finanzieller Beteiligung des Kantons

Gegen das weit verbreitete Phänomen, das vielerorts Jugendtreffs sich gar nicht erst aus der Taufe heben oder nach einiger Zeit wieder verschwinden, meint Bachofen:

«Das wird sich spätestens nach der fünfjährigen Pilotphase zeigen.»

Für die ersten drei Jahre beteiligt sich der Kanton voraussichtlich finanziell. Zudem werden die Stimmberechtigten den zu einem späteren Zeitpunkt definierten Kosten für den gemeinsamen Jugendtreff in allen drei Gemeinden zustimmen müssen. «Die Abstimmungen erfolgen je nach Höhe der Beiträge gemäss Verteilschlüssel», meint Bachofen. Das letzte Wort jedenfalls hat das Stimmvolk.

Sponsorensuche für Skaterpark läuft an

Parallel zum Jugendtreff soll beim Badiparkplatz in Stettfurt in naher Zukunft auch ein Skater- und Bewegungspark entstehen. Für die Pläne verantwortlich zeichnet der private Verein Pipeline, den es seit rund fünf Jahren gibt und mittlerweile von Jugendlichen selbst geführt wird. «Derzeit läuft die Sponsorensuche», meint Rainer Borcherding, der als Gemeinderat für Umwelt, Strassen und Entsorgung zuständig ist und während vier Jahren als Präsident des Vereins amtete, in welchem auch sein Sohn mitwirkt. In einem mehrseitigen Dossier informiert der Verein nun über das Skaterpark-Projekt.

Klar ist, dass die Politische Gemeinde Stettfurt den Platz für den Skaterpark – womöglich im Baurecht – zur Verfügung stellen will. «Wir haben im Gemeinderat seit längerem das Bedürfnis, dass wir die Jungen im Dorf behalten wollen», meint Borcherding. So investiert man am Sonnenberg in die Jugend, sei es mit dem Grillplatz beim Tscharnerhaus oder eben neuerdings mit den Plänen für Jugendtreff und Skaterpark. «Der Park soll nicht nur die Jungen ansprechen, sondern auch älteren eine Bewegungsmöglichkeit bieten», meint Borcherding. Der Skaterpark in Stettfurt, der sowohl für Rollschuhen jeglicher Art als auch für Scooter, BMX oder gewöhnliche Velos geeignet ist, soll in der Gestaltung als Ergänzung zu anderen Parks in Frauenfeld, Aadorf oder Weinfelden sein. «Dank des Betonbelages ist er fast unterhaltslos und so auch am günstigsten», sagt er.

Ohne Regeln geht es aber dann doch nicht. «Es gibt Betriebszeiten, und der Verein muss dafür zuständig sein», meint Borcherding. Die Gesamtkosten schätzt er auf rund eine Viertelmillion Franken, weshalb nun zunächst die Sponsorensuche im Fokus steht. Zudem versucht der Verein auch die umliegende Gemeinden ins Boot zu holen. (sko)

Die Visualisierung zeigt die Dimensionen des geplanten Skaterparks beim Badiparkplatz. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt die Dimensionen des geplanten Skaterparks beim Badiparkplatz. (Bild: PD)

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