Gemeinderat schickt die umstrittene Frauenfelder Parkplatz-Motion zurück an den Stadtrat

Eine klare Mehrheit des Frauenfelder Stadtparlaments moniert den Umgang des Stadtrates mit der Motion, die parallel zum Bau des neuen Hallenbades eine neue Parkierungsanlage fordert. Jetzt muss der Stadtrat nochmals über die Bücher.

Samuel Koch
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Diese Parkplätze an der Schlossmühlestrasse vor der Badi in Frauenfeld sollen verschwinden.

Diese Parkplätze an der Schlossmühlestrasse vor der Badi in Frauenfeld sollen verschwinden.

Bild: Donato Caspari

Als «billigen Weg». So bezeichnete CH-Gemeinderat Roland Wetli das Vorgehen des Stadtrates, die Motion «Bau einer Parkierungsanlage im Rahmen der Erneuerung des Hallenbads» aus dem Gemeinderat innerhalb der Botschaft zum Hallenbadneubau abzuhandeln. Inhaltlich teile Wetli zwar die Forderung der fünf Motionäre nach mehr Parkmöglichkeiten bei der Badi nicht. Er sagte:

Roland Wetli, Gemeinderat CH.

Roland Wetli, Gemeinderat CH.

Bild: PD
«Aber wenn die Motion das stärkste Instrument im Gemeinderat ist, muss ich sagen, dass dieser Umgang nicht sein darf.»

Statt eines Antrages zur Abschreibung der Motion auf einer knappen A4-Seite innerhalb der 86 Seiten umfassenden Botschaft wäre für Wetli ein separates Traktandum angebracht gewesen. «Das Geschäft muss im Gemeinderat diskutiert werden können», forderte er.

Laut Stadtrat genügen Parkplätze für Abdeckung

Dass der Antrag quasi «nebenbei kommt», stellte auch Motionär Stefan Geiges fest. Der Stadtrat wolle sich keine Gedanken zur Parkplatzsituation machen. Er sagte:

Stefan Geiges, Gemeinderat CVP und Motionär.

Stefan Geiges, Gemeinderat CVP und Motionär.

Bild: PD
«Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.»

Und auch bei den Fraktionen herrschte ähnlicher Tenor. «Wir hätten gerne eine Diskussion zu einem früheren Zeitpunkt gehabt», sagte etwa Ursula Duewell (FDP).

Fabrizio Hugentobler, Stadtrat für Werke, Freizeitanlagen und Sport.

Fabrizio Hugentobler, Stadtrat für Werke, Freizeitanlagen und Sport.

Bild: Andrea Stalder

Der Stadtrat nehme die Motionäre ernst, weshalb die Gründe kurz und knapp aufgeführt seien, sagte Fabrizio Hugentobler als zuständiger Stadtrat. Die Abdeckung für durchschnittlich 80 Badegäste pro Stunde genüge mit den jetzigen Parkplätzen. Der Rat sah das anders und schickte die Motion deutlich zurück an den Absender.

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