Gemeinde Thundorf schafft den Durchbruch für den Hochwasserschutz im zweiten Anlauf

In der Gemeinde Thundorf standen am Sonntag zwei Abstimmungen auf dem Programm, einerseits die Genehmigung der Rechnung 2019, andererseits den Objektkredit in Höhe von 1,405 Millionen Franken fürs Hochwasserschutzprojekt Aufhoferbach.

Samuel Koch
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Der zuständige Gemeinderat Andreas Schär zeigt den heutigen Durchlass bei der Hauptstrasse, der vergrössert werden soll.

Der zuständige Gemeinderat Andreas Schär zeigt den heutigen Durchlass bei der Hauptstrasse, der vergrössert werden soll.

Bild: Samuel Koch

Die Gemeinde im Tuenbachtal rüstet sich für ein Hochwasser, das alle 100 Jahre als wahrscheinlich gilt. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag mit 62,1 Prozent klar Ja gesagt zum 1,405-Millionen-Franken-Kredit für das Hochwasserschutzprojekt Aufhoferbach. Die Stimmbeteiligung lag bei 58,1 Prozent. Dani Kirchmeier, Gemeindepräsident von Thundorf, sagt:

Dani Kirchmeier, Gemeindepräsident Thundorf.

Dani Kirchmeier, Gemeindepräsident Thundorf.

Bild: Samuel Koch
«Wir sind froh über diesen Entscheid.»

Ein Nein hätte beim Projekt, das dem Volk ursprünglich schon im Frühjahr hätte vorgelegt werden sollen, einige Diskussionen auslösen können, weil die Planungen mit den Kantonsbehörden bereits weit fortgeschritten sind. Denn die Politische Gemeinde Thundorf bezahlt lediglich 331'000 Franken ans Projekt. Den Rest steuern Kanton und Bund bei.

Neuer Durchlass bei Haupt- und Käsereistrasse

Um gegen Schäden durch ein allfälliges Hochwasser des Aufhoferbachs gewappnet zu sein, passen die Behörden nun die Obstgartenstrasse sowie Terrain etwas unterhalb an. Ebenfalls nördlich der Hauptstrasse gibt es eine Verschiebung des Bachverlaufs sowie eine Renaturierung. Sowohl bei der Haupt- als auch bei der Käsereistrasse gibt es einen neuen Durchlass, damit das Wasser besser abfliessen kann.

Zudem ersetzt der Verband Lauchetal-Murgtal die Abwasserleitung entlang der Hauptstrasse. Geht das Projekt plangemäss weiter, werden die Arbeiten noch in diesem Jahr vergeben. «Dann steht einer Umsetzung im Jahr 2021 nichts mehr im Weg», sagt Kirchmeier.

Ebenfalls an der Urne hat das Thundorfer Stimmvolk über die Rechnung 2019 abgestimmt. Zum Abschluss mit einem Verlust von 360'000 Franken bei einem Gesamtaufwand von 4,08 Millionen Franken warfen 92,88 Prozent der Stimmberechtigten ein Ja in die Urne. Die Beteiligung lag bei 54,7 Prozent.