Gemeinde Homburg plant in Hörhausen zwölf Alterswohnungen und startet Präqualifikation

So werden Bauern im Dorf alt: Die Gemeinde Homburg will ein Projekt für «Wohnen im Alter» realisieren. Geplant sind bis zu zwölf Wohnungen, mit einer Begegnungszone, einer Cafeteria und einer Tiefgarage.

Kurt Peter
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In Hörhausen an der Unterdorfstrasse könnten auf einem Grundstück, das politisch Homburg gehört, Alterswohnungen entstehen.

In Hörhausen an der Unterdorfstrasse könnten auf einem Grundstück, das politisch Homburg gehört, Alterswohnungen entstehen.

Bild: Andrea Stalder

Wohnen im Alter ist auch auf dem Seerücken ein Thema. So hat die Gemeinde Homburg kürzlich einen entsprechenden Studienauftrag ausgelöst. Ziel ist es, «für bestandene Gemeindeglieder, nicht selten bäuerlicher Herkunft, Wohnraum zu schaffen, der ihnen möglichst lange eine selbstständige Lebensweise erlaubt», wie es heisst. Gemeindepräsident Thomas Wiget erklärt:

Thomas Wiget, Gemeindepräsident Homburg.

Thomas Wiget, Gemeindepräsident Homburg.

Bild: Nana Do Carmo
«Mit diesem Studienauftrag kommen wir im Projekt einen Schritt weiter.»

Die 1659 Quadratmeter grosse Parzelle in Hörhausen bei der Bushaltestelle in direkter Nachbarschaft zum Volg gehört der Gemeinde. Die Gemeindeversammlung hatte im Frühling 2016 für den Kauf des Landes eine Rückstellung von 750'000 Franken genehmigt.

Mit Cafeteria, Begegnungszone und Tiefgarage

Im Juni 2017 informierte der Gemeinderat, dass «unvorhersehbare Aspekte aufgetaucht sind, welche zunächst sauber abzuklären waren, dadurch hat sich das Projekt leider etwas verzögert». Auf Basis der Grundstücksfläche und der Ausnützungsziffer, rechnet das Projekt mit zehn bis zwölf Wohneinheiten, aufgeteilt in 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen. Vorgesehen sind zudem Tiefgarage, Begegnungszone und Cafeteria. Das Gebäude soll an das Hörhauser Fernwärmenetz angeschlossen werden. Der Gemeinderat informierte im Juni 2017:

«Es ist davon auszugehen, dass mit Gesamtkosten von fünf bis sechs Millionen Franken zu rechnen ist.»

«Das Projekt steht unter der Regie der Gemeinde, wir haben lange über eine Trägerschaft nachgedacht, dies aber als beste Lösung betrachtet», sagt Wiget heute. Das bedeute aber auch, dass eine öffentliche Vergabe notwendig sei. Diese sei eng gefasst, zudem sei ein Wettbewerb oder ein Studienauftrag zwingend vorgeschrieben.

«Da es dem Gemeinderat ein Anliegen ist, das lokale Gewerbe zu berücksichtigen, fiel der Wettbewerb von Anfang an ausser Betracht.»

Gewisse Vergabekriterien seien beim Studienauftrag zwar auch vorgegeben, im Vergleich zum Wettbewerb lasse dieser Weg aber mehr Entscheidungsfreiheit.

Drei Planungsteams kommen in nächste Runde

Im November 2019 informierte der Gemeinderat darüber, dass eine fachlich unterstützte gemeinderätliche Kommission einen Studienauftrag ausarbeite, «um das Vorhaben endlich auf den Weg zu bringen». Das damals formulierte Ziel der Planungsgruppe, den Studienauftrag aufzugleisen, ist mit der Ausschreibung erreicht. «Das Verfahren wird selektiv als nicht anonymer Studienauftrag mit vorangehender Präqualifikation durchgeführt», heisst es. Aus den eingereichten Bewerbungen evaluiere das Beurteilungsgremium anhand der Eignungskriterien maximal drei Projektierungsteams, die für die gestellte Aufgabe am besten geeignet seien.

Das Beurteilungsgremium besteht aus Wiget, Gemeinderat Franz Zaugg, den beiden Architekten Carola Eigenmann, Daniel Gubler sowie Bauingenieur Benjamin Bassetto. «Der Entscheid über die Auftragserteilung zur Weiterbearbeitung liegt bei der Auftraggeberin. Nach Abschluss des Verfahrens wird das gewählte Siegerprojekt in enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat bereinigt», heisst es in der Ausschreibung.

Wiget hofft, dass das Siegerprojekt Ende Jahr vorgestellt werden kann:

«Im Frühling 2021 werden wir dann einen entsprechenden Kreditantrag an der Gemeindeversammlung stellen.»