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Gemeinde Aadorf plant ein Ärztezentrum

Der Aadorfer Gemeinderat und die Vetter AG planen, in der Überbauung Brüel ein
Ärztezentrum zu realisieren. Sie geben dafür eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.
Roman Scherrer
Auf dem als Hildebrand-Areal bekannten Gebiet Brüel sollen Wohnungen für rund 200 Personen entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

Auf dem als Hildebrand-Areal bekannten Gebiet Brüel sollen Wohnungen für rund 200 Personen entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

Mehr als 100 Wohnungen sollen im Aadorfer Brüel – dem ehemaligen Hildebrand-Areal – entstehen. Und mittendrin könnte sich dereinst ein Ärztezentrum befinden; dies ist zumindest die Idee des Aadorfer Gemeinderats. Mit der Vetter AG als Investorin und einem Ärzte-Ehepaar aus dem Dorf gibt die Gemeinde nun eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag.

Die Idee für ein Ärztezentrum bestehe seit 2013, als eine Hausarztpraxis in Ettenhausen geschlossen hatte. «Von da an war die Anzahl der Ärzte in der Gemeinde Aadorf knapp», erklärt Gemeindepräsident Matthias Küng. Seither habe man die Situation stets beobachtet. «Und wenn jeweils eine grössere Überbauung in Planung war, haben wir geprüft, ob ein Ärztezentrum integriert werden kann», sagt Küng.

Derzeit praktizieren fünf Ärzte in Aadorf, vier davon in der Gemeinschaftspraxis Untermoos. Ein Arzt stehe kurz vor der Pensionierung, sagt Küng. Zusätzlich zu den Allgemeinmedizinern würde man Spezialisten in Aadorf begrüssen. «Das wäre eine gute Ergänzung.»

Matthias KüngGemeindepräsident Aadorf

Matthias Küng
Gemeindepräsident Aadorf

Deshalb haben der Gemeinderat und die Vetter AG für das mögliche Ärztezentrum im Brüel eine sogenannte Maximalvariante vorgesehen, mit fünf Sprechzimmern für Allgemeinmediziner und zwei Sprechzimmern für Spezialisten. Mit dem Begriff Maximalvariante sei gemeint, dass das Ärztezentrum den ganzen Raum eines Stockwerks einnehmen würde, erklärt Küng.

Nachfolgeregelung in Zentrum einfacher

Die Vetter AG und die Gemeindebehörde haben mit den Aadorfer Ärzten bereits Gespräche geführt, um zu erfahren, ob diese überhaupt daran interessiert sind, in einem Ärztezentrum zu praktizieren. Die Ärzte müssten dafür nämlich auch selber viel einbringen, sagt Küng. «Unter anderem müssten sie die bestehende Liegenschaft verlassen.» Andererseits sei die Nachfolgeregelung im Ärztezentrum einfacher zu bewältigen als in einer Einzelpraxis.

Grundsätzlich würden die Ärzte dem Vorhaben denn auch positiv gegenüberstehen. «Wir sind deshalb verhalten optimistisch, dass das Zentrum realisiert werden kann», sagt Matthias Küng.
Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt der Bezirkshauptort Münchwilen, wo ein Ärztehaus zwar geplant ist, aber voraussichtlich noch lange nicht gebaut wird. Laut Gemeindepräsident Guido Grütter fehlt es dort an Ärzten, die bereit sind, in einer solchen Gemeinschaftspraxis zu arbeiten.

Studie prüft Rentabilität

Ob das Ärztezentrum in Aadorf überhaupt Tatsache werden kann, wird nun die Machbarkeitsstudie aufzeigen. Sie soll etwa die Frage beantworten, ob das Bedürfnis von beiden Seiten – also Ärzten wie Patienten – besteht. Oder, ob das Zentrum für die Bauherrschaft und die Ärzte rentabel wäre. «Wir profitieren dabei von Erfahrung und Fachwissen des Unternehmens, das die Studie durchführt.», sagt Küng. Für den Aadorfer Gemeindepräsidenten ist klar:

«Die medizinische Versorgung ist von allgemeinem Interesse.»

Deshalb mache es Sinn, dass die Gemeinde die Planung des Ärztezentrums unterstützt, obwohl dies grundsätzlich nicht ihr Auftrag ist.

Bis zur Realisierung der Überbauung im Brüel wird es noch einige Jahre dauern. Derzeit befindet sich der Gestaltungsplan in der öffentlichen Auflage. «Mit der Machbarkeitsstudie für das Ärztezentrum sind wir also sicher genug früh dran», sagt Matthias Küng.

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