Sirnacher Dreikönigskonzert lockte 1200 Besucher an

Erstmals gab es zwei Aufführungen des Dreikönigskonzerts. Die zahlreichen Besucher waren begeistert.

Christoph Heer
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Kantor Cornelius Bader mit den Musikern auf der Empore der katholischen Kirche in Sirnach. (Bilder: Christoph Heer)

Kantor Cornelius Bader mit den Musikern auf der Empore der katholischen Kirche in Sirnach. (Bilder: Christoph Heer)

Zinken, Schalmei, Dulzian oder Schreipfeifen. Choralschola, Konzertchor, Gesangssolisten und noch vieles mehr. Man muss hierbei nicht alles verstehen, man muss es hören und erleben. Das 22. Dreikönigskonzert am Sonntagabend ist ein Spektakel ohne Zeit. Kantor Cornelius Bader erklärt:

«Diese Musik ist schlicht zeitlos.»

Ob vom Altar aus oder von der Empore herab, ein solches Klangerlebnis hat es in der Region selten gegeben. «Schon im vergangenen Jahr war es ein tolles Konzert. Dieses Mal übertrifft es aber all meine Erwartungen», sagt ein Besucher aus Zürich. Genau gleich tönt es unter den Einheimischen. Von «hervorragend» bis «unerreichbar», von «besinnlich» bis «meisterlich», ertönen die Lobeshymnen.

Auch jüngeren Besuchern gefällt das Konzert bei Kerzenlicht, die weihnachtliche Musik vom Mittelalter bis zur Renaissance. Nur beschreibt es die jüngere Generation etwas anders. «Ja, das ist ganz cool», sagt der zufriedene Teenager nach rund zwei Stunden Konzertdauer.

Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt

Das neue Konzept mit der zweimaligen Aufführung am gleichen Abend hat gefruchtet. Zum ersten Konzert am frühen Abend füllt sich die katholische Kirche in Sirnach bis auf den letzten Platz. Schnell wird für zusätzliche Stühle gesorgt, denn Besucher wieder abweisen zu müssen, das kann es nun definitiv nicht mehr sein. Und zur Abendvorstellung kommen noch einmal mehrere hundert Personen und werden unter anderem Zeugen von grossartigen Gesangssolisten.

Cornelius Baders Augen glänzen spätabends dank einer Mischung aus Stolz, Zufriedenheit und gelöster Anspannung. «Die Probenarbeit war für dieses Konzert noch einmal grösser als sonst.» Umso schöner sei es, dass man rund 1200 Besucher erfreuen konnte. «Und mit ihnen eine kurze Zeit der Ruhe und Entspannung geniessen durfte.»

Kantor Cornelius Bader in seinem Element.

Kantor Cornelius Bader in seinem Element.

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