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Geldsegen für Steckborner Wohnbaugenossenschaft Linde

Knapp ein Jahr nachdem die Steckborner Stimmberechtigten das Darlehen über 10 Millionen Franken für die Wohnbaugenossenschaft Linde abgelehnt haben, springt der Bund in die Bresche.
Rahel Haag
Die Visualisierung zeigt, wie die Überbauung der Wohnbaugenossenschaft Linde aussehen könnte. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt, wie die Überbauung der Wohnbaugenossenschaft Linde aussehen könnte. (Bild: PD)

Es war ein stressiges Jahr für den Vorstand der Wohnbaugenossenschaft (Woba) Linde. Und genau genommen ist es noch nicht vorbei. Im vergangenen Jahr lehnten die Steckborner Stimmberechtigten ein Darlehen über 10 Millionen Franken für die Woba Linde an der Gemeindeversammlung ab. «Das war am 21. Juni», sagt Gregor Rominger, Stadtrat und Präsident der Woba, «dieses Datum vergesse ich nicht mehr.»

Doch nun scheint ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar: Vergangene Woche hat das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) den Darlehensantrag der Woba Linde gutgeheissen. «Das gibt neue Hoffnung», sagt Rominger. Mitte April hatte die Woba Linde einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Zusage des BWO ist an Bedingungen geknüpft, welche die Woba Linde in den kommenden Wochen schriftlich erhalten soll.

Höhe der Darlehen hängt vom Minergiestandard ab

Fest steht, dass eine dieser Auflagen das Eigenkapital der Woba betrifft. «Noch haben wir die geforderte Quote nicht erreicht», sagt Rominger. Darüber, über wie viel Eigenkapital die Woba Linde bereits verfügt, schweigt er allerdings. Nur so viel: Die Woba habe einige private, «unter ihnen auch grosse», Geldgeber im Rücken. Die Mittel seien ihnen mündlich zugesagt worden. «Dementsprechend stehen wir nicht alleine da.» Zudem sei es von Vorteil, dass das Projekt vom Bund geprüft und für unterstützenswert befunden wurde. Das habe Signalwirkung für potenzielle Geldgeber. «Salopp ausgedrückt zeigt es, dass wir keine Spinner sind, die den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen wollen», sagt Gregor Rominger und lacht. Wie hoch das entsprechende Darlehen ausfallen wird, hänge unter anderem vom Energiestandard ab, den die vierteilige Überbauung erfüllen wird.

Gleichzeitig hat die Woba Linde bei der Stiftung Solidaritätsfonds der Wohnbaugenossenschaften Schweiz einen weiteren Antrag für ein zinsgünstiges Darlehen gestellt. «Diesen Entscheid erwarten wir in den nächsten Wochen», sagt er. Obwohl das Geld der beiden Darlehen noch nicht ganz reichen würde, um die Gesamtfinanzierung sicherzustellen, ist Rominger zuversichtlich. «Ich bin total überzeugt, dass es klappt.» Abgesehen von der Finanzierung hat die Woba Linde sämtliche Hürden gemeistert (siehe Box). Dennoch gibt Rominger zu: «Die Finanzierung war bisher harziger als erwartet.» Insgesamt kostet das Projekt 26 Million Franken. Ursprünglich hätten die Kosten 29 Millionen Franken betragen, doch es konnten rund zehn Prozent – «ohne Qualitätseinbussen», wie Rominger betont – eingespart werden.

«Ein Leuchtturmprojekt für Steckborn»

Ziel dieser Massnahme sei es gewesen, die geplanten 48 Wohnungen zu einem bezahlbaren Mietzins anbieten zu können. «Es geht uns darum, dass sich auch Einheimische mit kleinerem Einkommen eine Wohnung im Städtchen leisten können», sagt Rominger. Zweitwohnungen werde es in der Überbauung keine geben. «Deshalb bin ich auch überzeugt, dass die Überbauung ein Leuchtturmprojekt für Steckborn ist.»

Baubewilligung liegt vor

Nachdem der Kanton den Gestaltungsplan der Woba Linde genehmigt hatte und der Steckborner Stadtrat dessen Inkraftsetzung beschloss, erteilte dieser im März schliesslich die Baubewilligung. Geplant ist eine vierteilige Überbauung für altersdurchmischtes Wohnen gegenüber der Schulanlage Hub. Gemäss Rominger sind bereits 39 der 48 geplanten Wohnungen reserviert. Aktuell steht auf dem Lindenareal noch das Polizeigebäude. Dieses wird abgebrochen. Die Bewilligung dafür liegt bereits seit Ende des vergangenen Jahres vor. Am Donnerstag, 14. Juni, findet die vierte Generalversammlung der Woba Linde statt. Dann wird das weitere Vorgehen besprochen. (rha)

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