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Die Frauenfelder Fachstelle für Alters- und Generationenfragen: Gekommen, um ab 2020 zu bleiben

Der Frauenfelder Stadtrat will die noch bis Ende Jahr befristete Fachstelle für Alters- und Generationenfragen in einen Regelbetrieb überführen. Mit Mehrkosten ist aber nicht zu rechnen. Der Gemeinderat hat in dieser Sache das letzte Wort.
Mathias Frei
Die Fachstelle für Alters- und Generationenfragen im Rathaus. Im Hintergrund telefoniert Leiterin Verena Rieser. (Bild: Mathias Frei)

Die Fachstelle für Alters- und Generationenfragen im Rathaus. Im Hintergrund telefoniert Leiterin Verena Rieser. (Bild: Mathias Frei)

Frauenfeld wird nicht jünger. 2030 könnten 25 Prozent der Einwohner 65 Jahre oder älter sein, vergangenes Jahr waren erst 18,5 Prozent im Bereich 65plus. Aufgrund dieser demografischen Entwicklung ist der Stadtrat der Meinung:

«Die Dienstleistungen im Bereich Alter müssen koordiniert angeboten werden können, und die Bevölkerung braucht neutrale Informationen sowie bei Bedarf gewisse Unterstützung, um eigenverantwortlich und möglichst lange zu Hause älter werden zu können.»

So heisst es in der Botschaft zur Überführung der Fachstelle Alters- und Generationenfragen in einen Regelbetrieb. Die Fachstelle besteht seit Mitte 2014, damals noch als Anlaufstelle. Zuletzt hat der Gemeinderat im Jahr 2016 den befristeten Betrieb um drei Jahre, also bis Ende 2019 verlängert. Nun beantragt der Stadt einen unbefristeten Regelbetrieb ab 2020.

Netzwerkarbeit und -koordination als wichtige Aufgabe der Fachstelle für Alters- und Generationenfragen

Die städtische Fachstelle für Alters- und Generationenfragen wirkt beim Netzwerk Alterfreundliches Frauenfeld, beim Forum Palliative Care Region Frauenfeld sowie beim Netzwerk Demenzfreundliches Frauenfeld aktiv mit. Folgende Dienstleister werden durch die Fachstelle vernetzt: Alterszentrum Park, Alzheimer Thurgau, kantonales Amt für Gesundheit, Ärztezentrum Schlossberg, Ärztepraxis Eisenwerk, Clienia Littenheid, Curaviva Thurgau, Dachverband für Freiwilligenarbeit Frauenfeld, Entlastungsdienst Thurgau, Entlastungsdienst SRK, evangelische Kirchgemeinde, Genossenschaft Alterssiedlung, Gemeinnütziger Frauenverein, Gemeinschaftspraxis für Frauen, Home Instead Seniorendienste, Hospizdienst Thurgau, Pfarrei St. Anna, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, Neurologie am Rosenberg, Patientenstelle Ostschweiz, Perspektive Thurgau, Pro Infirmis, Pro Senectute, Spital Thurgau AG, Spitex Thurgau, Spitex Frauenfeld, Stadtgarten, Tageszentrum Talbach, Tageszentrum Tapetenwechsel, Tertianum Friedau, Thurgauische Krebsliga und Verein für Behindertenbusse. (ma)

www.altersfreundliches-frauenfeld.ch

Verena Rieser, Leiterin der städtischen Fachstelle für Alters- und Generationenfragen. (Bild: PD)

Verena Rieser, Leiterin der städtischen Fachstelle für Alters- und Generationenfragen. (Bild: PD)

Die Verlängerung für die Jahre 2017 bis 2019 bedurfte eines Kredits über gesamthaft 240'000 Franken, also 80'000 Franken pro Jahr. Weil das Pensum von Verena Rieser, welche die Fachstelle seit Anbeginn leitet, weiter bei 50 Prozent bleibt, ist gemäss Botschaft nicht mit zusätzlichen Aufwänden zu rechnen. Die Kosten belaufen sich weiter auf 80'000 Franken jährlich. Nachdem der Kanton seit 2017 einen Beitrag in Höhe von 10'000 Franken pro Jahr geleistet hat, sei dieser auch für 2020 in Aussicht gestellt.

Vor drei Jahren lobte der Gemeinderat die Fachstelle

Als der Gemeinderat im Herbst 2016 den Betrieb um drei Jahre verlängerte, gab es aus dem Rund viel Lob. Die absolute Mehrheit des Rats hatte sich damals gegen die Streichung respektive Kürzung des Kredits ausgesprochen.

Wie der Botschaft zu entnehmen ist, bietet die Fachstelle eine Vielfalt von Leistungen an. «Die Fachstelle sieht sich in dieser enormen Vielfalt als Triagestelle, Drehscheibe, Koordinationsstelle und als Anlaufstelle für all jene, die sich darin sonst nicht zurechtfinden.» Zentrale Aufgaben sind die Beratungen (jährlich 140 Kontaktaufnahmen), Netzwerk- und Koordinationsarbeit (siehe Kasten), das Organisieren von Veranstaltungen (Zwischenhalt-Feier für Neupensionierte und Internationaler Tag der älteren Menschen/ITAM), Öffentlichkeitsarbeit und Projekte – von «Älter werden im Quartier» (Awiq) über das Demenzprojekt Bovidem bis zu «Umsorgt älter werden in der Region Frauenfeld».

Flyer zum Frauenfelder ITAM 2019. (Bild: PD)

Flyer zum Frauenfelder ITAM 2019. (Bild: PD)

Nebst der demografischen Entwicklung ist eine zukünftige Herausforderung, der sich die Fachstelle annehmen will, die Digitalisierung im Alter. Dieser Thematik will man sich gemäss Botschaft bei den kommenden Ausgaben des ITAM widmen. Sagt der Gemeinderat Nein zur Überführung in einen Regelbetrieb, «ist eine längerfristige Fortführung der Tätigkeit durch eine andere Institution mit anderer Finanzierung unrealistisch». Auch müssten für die Organisation der Neupensionierten-Feier und für etwaige Kommissionsprotokolle neue Lösungen gefunden werden.

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