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Kolumne

Gegenderter Pfadidolch

Südsicht
Olaf Kühne
Innerschweizer Pfadfinder vergnügen sich derzeit im Hinterthurgau.Bild: Urs Nobel

Innerschweizer Pfadfinder vergnügen sich derzeit im Hinterthurgau.Bild: Urs Nobel

Äs isch nümm wie früener, sagen wir Nostalgiker gerne. Und meinen damit: Nichts ist mehr, wie es nie war. Oder so ähnlich. Ob bei der Pfadi früher alles besser, schlechter oder genau gleich war, kann an dieser Stelle mangels Fachkompetenz nicht beantwortet werden. Die Fragen, die sich dem Betrachter des obenstehenden Bildes der Pfadi Baar indes sofort stellen: Wo zum Geier sind die Uniformen geblieben? Wo ist der obligate Pfadidolch? Und seit wann sind Pfadilager gemischtgeschlechtlich?

Olaf Kühne

Olaf Kühne

Gut, das mit den Uniformen ist verständlich. Nachdem nun vier Wochen lang die halbe Welt in komischen Fussballshirts rumgerannt ist, kann man den pfadfinderischen Individualismus nur gutheissen. Aber der Dolch? Vielleicht suchen wir einfach zu weit, und die schmucke Waffe ist gar nicht dem Pazifismus oder sonst einer politischen Korrektheit zum Opfer gefallen.

Wahrscheinlich haben auch die Pfadis erkannt, dass ein Sackmesser viel praktischer ist, weil man damit nicht nur Bier und Wein öffnen kann, sondern auch allerlei Pfadimässiges anstellen. Bleibt also die gendergerechte Lagerzusammensetzung. Dagegen kann man schlicht nichts sagen. Weil früher eben wirklich nicht alles besser war.

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