Gegen Langeweile bei Jugendlichen: Tobel-Tägerschen erhält eine Kinder- und Jugendkommission

Nebst Vereinsaktivitäten gibt es in Tobel-Tägerschen kaum Angebote für Jugendliche. Die Gemeinde will deshalb eine Kinder- und Jugendkommission gründen.

Roman Scherrer
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Der Postacker: Hier könnte die Gemeinde Tobel-Tägerschen unter anderem ein Raum für Jugendliche vorsehen.

Der Postacker: Hier könnte die Gemeinde Tobel-Tägerschen unter anderem ein Raum für Jugendliche vorsehen.

(Bild: Olaf Kühne)

Mit welchen Themen sie sich befassen wird, ist noch nicht genau festgelegt. So viel ist aber klar: Tobel-Tägerschen soll eine Kinder- und Jugendkommission erhalten. An einer Kick-off-Veranstaltung am nächsten Montag will der für das Ressort Soziales und Gesundheit zuständige Gemeinderat Rolf Frei die Kommission ins Leben rufen. Dazu hat er verschiedene Vertreter eingeladen; aus der Schule sowie von Vereinen und Institutionen, welche mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Einerseits sei es ein Legislaturziel des Gemeinderats, die Kinder- und Jugendarbeit zu fördern, erklärt Rolf Frei. «Zudem merken wir auch, wie wichtig Frühförderung ist. Gerade für Kinder, die nicht so gut Deutsch sprechen können.» Und: Tobel-Tägerschen biete zwar ein «reichhaltiges Vereinsleben» – unter anderem mit dem Fussballclub und der Jubla. «Weitere Angebote für Jugendliche gibt es aber kaum. Weil ihnen deshalb oft langweilig ist, halten sie sich gerne an verschiedenen Plätzen in der Öffentlichkeit auf», sagt Rolf Frei.

Gestaltungsplan eröffnet Möglichkeiten

Ändern könnte dies der Postacker. Die fast vier Fussballfelder grosse Parzelle ist aktuell die grösste Baulandreserve von Tobel-Tägerschen. Die Gemeinde erhielt im vergangenen Mai von der Gemeindeversammlung die Erlaubnis, das Land für rund 5,7 Millionen Franken vom Kanton zu kaufen.

Bevor dort aber gebaut werden kann, muss ein Gestaltungsplan erstellt werden. «Und damit kann die Gemeinde Einfluss nehmen, was gebaut werden soll», sagt Frei. So könnte dort ein Spielplatz oder ein Raum für Jugendliche entstehen. Dies seien zwar erst Ideen, betont Frei und ist sich sicher:

«Potenzial wäre im Postacker aber vorhanden.»
Rolf FreiGemeinderat Tobel-Tägerschen

Rolf Frei
Gemeinderat Tobel-Tägerschen

Entscheidungen, welche Angebote Kinder und Jugendliche betreffen, sollen nicht alleine durch den Gemeinderat getroffen werden, sagt Rolf Frei weiter. «Ich möchte, dass sie breit abgestützt sind.» Deshalb habe er die Einladung für die Kick-off-Veranstaltung auch offen formuliert. «Der Rücklauf war gut», berichtet Frei. «Diejenigen Institutionen, welche meiner Meinung nach dabei sein sollten, werden vertreten sein.» Die Personen, welche schliesslich die Kommission bilden, sollen sich aber auch zur Mitwirkung verpflichtet fühlen.

«Deshalb soll es auch mehr als eine lose Gruppe sein. Eine Kommission mit Entschädigung für die Mitglieder sorgt für eine gewisse Verbindlichkeit.»

Inhaltlich will Rolf Frei nicht zu viel vorwegnehmen, wie er sagt. «Ich habe zwar schon einige Ideen.» Zunächst wolle er aber Ideen sammeln und abklären, welche dringenden Bedürfnisse zum Thema Kinder und Jugendliche vorhanden sind. Vor allem will Rolf Frei am kommenden Montag erfahren, wer bereit ist, in der Kinder- und Jugendkommission mitzuarbeiten. «Dann können wir bereits abmachen, wann wir unsere erste Sitzung abhalten werden.»