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Der Thurgauer Grosse Rat macht mit einer Debatte Hepatitis-Prävention

Gemäss einer Schätzung sind 2700 Einwohner des Kantons Thurgau mit Hepatitis infiziert und die Hälfte davon weiss es nicht. Laut Regierungsrat Stark trägt die Grossratsdebatte zur Prävention bei. Die laufenden Massnahmen seien ausreichend.
Thomas Wunderlin
Daniel Frischknecht (EDU, Romanshorn) hat eine Leberzirrhose als Folge einer Hepatitis. (Bild: Reto Martin)

Daniel Frischknecht (EDU, Romanshorn) hat eine Leberzirrhose als Folge einer Hepatitis. (Bild: Reto Martin)

Von einem «stillen Killer» sprach Marina Bruggmann (SP, Salmsach). Gemeint war Gelbsucht oder Hepatitis. Betroffene können Jahrzehnte nichts davon merken, während der Virus erheblichen Schaden im Körper anrichtet. Bruggmann war Miturheberin einer Interpellation zur Bekämpfung von Hepatitis B und C im Thurgau. In seiner Antwort listete der Regierungsrat Massnahmen auf, mit denen Ärzte und die Beratungsstellen bei der Aufklärung der Bevölkerung unterstützt werden. Diese seien «vollauf genügend».

In der Diskussion im Grossen Rat räumte SVP-Regierungsrat Jakob Stark ein, dass die Interpellation dennoch berechtigt sei. Das Thema werde weiter bekannt gemacht, «auch durch die Berichterstattung» über die Grossratsdebatte. Der 2014 gegründete Verein Hepatitis Schweiz will Hepatitis B und C bis 2030 in der Schweiz eliminieren. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz unterstützt das Ziel. Stark gab sich zuversichtlich, dieses auch im Thurgau zu erreichen.

Interpellant Frischknecht outet sich als Betroffener

Im Thurgau haben 2700 Personen Hepatitis, schätzt der Regierungsrat. Die Hälfte davon weiss es nicht. Einer, der es weiss, ist der Mitinterpellant Daniel Frischknecht (EDU, Romanshorn).

Zur Behandlung einer Leberzirrhose benötigte er 84 Tabletten, die pro Stück 715 Franken gekostet hätten, insgesamt 60000 Franken auf Rechnung der Krankenkasse. Generika durfte das Kantonsspital auf Weisung des Bundesamts für Gesundheit nicht abgeben. Er habe sich eine Alternative für 1400 Franken in Australien besorgt, sagte Frischknecht. «Das Bundesamt scheint die Pharmaindustrie mehr zu schützen als die Bürger.»

Gemäss schweizerischem Impfplan sollten sich alle Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren gegen Hepatitis B impfen lassen. Im Thurgau tun dies nur 61 Prozent, gesamtschweizerisch sind es 71 Prozent. «Man will nichts befehlen», sagte Stark, «man will die Leute überzeugen.»


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