Gegen die Fischinger Ortsplanung sind acht Einsprachen eingegangen

Vier Einsprachen sind zurückgezogen worden. Auf eine ist der Gemeinderat eingegangen und hat den Zonenplan bei der Dussnanger Schäfliwiese angepasst. Über drei weitere Eingaben muss die Behörde bis im November entscheiden.

Roman Scherrer
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Ein Teil des Sportplatzes auf der Dussnanger Schäfliwiese wird mit der Ortsplanungsrevision in die Wohnzone aufgenommen.

Ein Teil des Sportplatzes auf der Dussnanger Schäfliwiese wird mit der Ortsplanungsrevision in die Wohnzone aufgenommen.

Bild: PD

Das Thema beschäftigt den Fischinger Gemeinderat seit mehreren Jahren – und tut es weiterhin: die Ortsplanungsrevision. So sind acht Einsprachen dagegen im Gemeindehaus eingegangen. Vier davon wurden wieder zurückgezogen, nachdem Vertreter der Planungsgruppe und der Gemeindebehörde alle Einwendungen mit den Absendern besprochen hatten.

Eine weitere Einsprache betrifft die teilweise Umzonung der Schäfliwiese an der Dussnanger Frohsinn- und Schärlibachstrasse. Der Gemeinderat beabsichtigte ursprünglich, dort ein Stück Land von der Zone für öffentliche Bauten in «WA3» zu überführen, also in die Wohn- und Arbeitszone, in der dreigeschossige Gebäude erstellt werden können.

Gemeinderat hat Situation neu beurteilt

Laut Gemeindepräsident René Bosshart sei es der einsprechenden Partei ein Anliegen gewesen, dass das Gebiet lediglich zweigeschossig bebaut und auf eine Arbeitszone verzichtet werden soll, entsprechend der bestehenden Gebäude im direkten Umfeld. «Dem hat der Gemeinderat schliesslich Rechnung getragen», sagt Bosshart. So habe die Behörde die Situation nochmals neu beurteilt und sei zum Schluss gekommen:

«In Bezug auf das Ortsbild lässt sich das Gebiet auch gut in eine W2, eine zweigeschossige Wohnzone, überführen.»

Die entsprechende Änderung im neuen Zonenplan hat der Gemeinderat vorgenommen. Sie liegt nun noch bis zum 4. November öffentlich auf.

Lösung für neuen Sportplatz ist in Sicht

Mit oder ohne Änderung überschneidet sich das umgezonte Landstück mit dem Sportplatz Schäfliwiese, auf dem der FC Dussnang seine Trainings abhält. Das wird er aber nicht mehr tun können, wenn dort dereinst die Bagger auffahren und ein Teil des Platzes überbaut wird. Eine mögliche Lösung ist für die Fussballer aber in Sicht, wie René Bosshart erklärt:

«Mit der Ortsplanungsrevision hat man nun eine neue Fläche in die öffentliche Zone aufgenommen.»
René BosshartGemeindepräsident Fischingen

René Bosshart
Gemeindepräsident Fischingen

Bild: Olaf Kühne

Er verweist damit auf ein Grundstück westlich des Sekundarschulareals und nahe des bestehenden Hauptfussballplatzes. Dort soll ein neuer Sportplatz entstehen. «Wenn die Stimmbürger dem Projekt denn zustimmen, das dazu noch erarbeitet werden muss», relativiert Bosshart. Eigentümerin des betreffenden Landstücks ist die Rehaklinik Dussnang.

Bis zur Versammlung muss der Gemeinderat entscheiden

Zurück zur Ortsplanungsrevision: Über diese befinden die Fischinger Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom 19. November. Noch sind aber drei Einsprachen hängig. Die Abstimmung an der Versammlung ist deshalb aber nicht in Gefahr, wie Bosshart erklärt: «Auf Stufe Gemeinde müssen die Einsprachen bis dahin durch den Gemeinderat behandelt sein.» Allfällige Rechtsmittel könnten ab der Gemeindeversammlung ergriffen werden.

Modell zu Mobilfunkantennen

Die revidierte Fischinger Ortsplanung greift unter anderem das Thema Mobilfunkanlagen auf. Baugesuche für zwei neue 5G-Antennen in der Gemeinde hatten einen Widerstand zur Folge, welcher in einer kommunalen Initiative zu strikteren Regeln für den Bau von Mobilfunkantennen gipfelte. Über das Volksbegehren befinden die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung ebenso wie über die Ortsplanungsrevision. Mit dem neuen Baureglement soll das sogenannte Kaskadenmodell eingeführt werden. Dieses priorisiert Bauzonen hinsichtlich des Baus von Mobilfunkantennen. Dabei haben die am wenigsten bewohnten Zonen oberste Priorität. (rsc)

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