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Geduld bringt Forellen - auch bei den Frauenfelder Jungfischern

Die jährlichen Kurse der Frauenfelder Jungfischer sind vor allem bei Buben beliebt. Die Nachwuchsabteilung des Fischervereins feiert heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum.
Stefan Hilzinger
Die Kursleiter Mark Skivington und Röbi Merk angeln mit Dario Rebsamen und Dario Santamaria im Storzenweiher. (Bild: Andrea Stalder)

Die Kursleiter Mark Skivington und Röbi Merk angeln mit Dario Rebsamen und Dario Santamaria im Storzenweiher. (Bild: Andrea Stalder)

«Abefahre, so richtig abefahre» könne er beim Fischen. Das sagt Dario Santamaria, Briefpöstler aus Wiesendangen. Das Fischerhandwerk hat er, wie viele vor ihm, schon als Bub bei den Frauenfelder Jungfischern gelernt. Nun ist er als Obmann Mitleiter der jährlich stattfindenden Jungfischerkurse.

Seit 30 Jahren gibt es das Nachwuchsprogramm der hiesigen Petrijünger. Den Fischerverein Frauenfeld, zu dem die Jungfischer gehören, existiert seit 1947. An der Gründung der Jugendsektion 1989 beteiligt war Röbi Merk aus Felben. Er ist seither Kursleiter und heute gewissermassen der Grossvater der Jungfischer. «Wir haben unsere Idee an der Jahresversammlung vorgestellt und grünes Licht erhalten», sagt Merk.

Der Verein hatte es erlaubt, dass die angehenden Fischer in den Pachtgewässern des Vereins die Angelrute auswerfen, und zudem gab es etwas Startkapital. «Vor allem für Material, schliesslich hat nicht jeder, der mit Fischen beginnen will, schon eine Rute.»

Sachkundenachweis ist Voraussetzung für Patent

Jährlich führen die Jungfischer seither Ausbildungskurse für 8- bis 14-Jährige durch. Am 21. September findet der letzte Kurstag statt, diesmal am Baggerweiher in Erzenholz. Alle Teilnehmer, die ein Anglerpatent erhalten wollen, müssen anschliessend die Prüfung bestehen. Seit 2009 ist ein bestandener Sachkundenachweis für den Erwerb eines Angelausweises vorgeschrieben. «Jungfischer lernen bei uns die Theorie und die Praxis», sagt Merk.

Das reicht von der Artenkenntnis bis hin zum korrekten Töten und Ausnehmen des Fangs. In diesem Jahr nehmen 23 Jugendliche an der Ausbildung teil, darunter lediglich ein Mädchen, wie Mark Skivington, der zweite Kursleiter, sagt. «Die Teilnehmerzahl schwankt von Jahr zu Jahr. Einmal waren es bloss sechs, dann auch wieder 30.»

Jungfischer Dario Rebsamen kam über seinen Vater zum Fischen. Für den Frauenfelder Sekschüler ist es Ansichtssache, ob sein Hobby langweilig ist. Er jedenfalls ist nicht dieser Meinung. Routinier Merk pflichtet ihm bei. Merk sagt:

«Fischen ist nicht langweilig, aber ein Geduldspiel. Jeder Tag ist zwar ein Angeltag, aber nicht jeder Tag ist ein Fangtag.»

Und wenn dann mal ein Zünftiger anbeisst, dann muss für den Angler klar sein, dass der Fisch auch auf dem Tisch landet. «‹Catch and Release›, also fangen und loslassen, wie es im Ausland praktiziert wird, ist in der Schweiz gar nicht erlaubt», sagt Merk. Die meisten Fischer mögen Fisch, und wenn nicht, «dann nehmen Verwandte oder Freunde gern einen frischen Fang entgegen», sagt Skivington.

Nicht alle Jungfischer halten ihrem Hobby zwar langfristig die Stange. Doch blieben jährlich doch etwa einer oder zwei im Verein hängen. «Während der Lehre haben halt viele Jugendliche andere Prioritäten», sagt Skivington. Mit Mitte zwanzig kehrten manche zurück. «Und Frauen entdecken das Fischen erst ab etwa 30.»

Hinweis
Weitere Informationen gibt es unter www.jungfischer-frauenfeld.ch oder www.fvfrauenfeld.ch.

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