GASTRONOMIE IM LOCKDOWN
Tourismus Region Diessenhofen greift den gebeutelten Beizern in der Region mit einem Hilfsfonds unter die Arme

Am Anfang war ein Leserbrief, der zu Solidarität mit den lokalen Restaurantbetreibern aufrief. Die Diessenhofer Verkehrsvereinspräsidentin Beatrice Hanhart machte daraufhin Nägel mit Köpfen und richtete einen Hilfsfonds ein.

Thomas Brack
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Initiativ: Beatrice Hanhart, Präsidentin von Tourismus Region Diessenhofen.

Initiativ: Beatrice Hanhart, Präsidentin von Tourismus Region Diessenhofen.

Bild: Thomas Brack

Es gibt nichts Gutes ... ausser man tut es. Dieses geflügelte Erich-Kästner-Wort mag Beatrice Hanhart, Präsidentin von Tourismus Region Diessenhofen (TRD), durch den Kopf gegangen sein, als sie kürzlich einen Leserbrief las, in welchem zur Beizensolidarität aufgerufen wurde. Sogleich schritt sie von der Idee zur Tat. Unter der Ägide von TRD hat Hanhart wird bei der Thurgauer Kantonalbank einen Beizen-Hilfsfonds eingerichtet. Die entsprechende IBAN lautet CH72 0078 4011 8360 0200 2.

Thurgauer Kantonalbank sponsert den Druck der Flyer

Nach verschiedenen Telefonaten mit Persönlichkeiten aus der Region sowie dem Chef der Thurgauer Kantonalbank kreierte Hanhart einen Flyer, der auch einen Einzahlungsschein enthält. Den Druck sponsert die TKB. Der gemeinnützige Verein Tourismus Region Diessenhofen übernimmt das Porto für den Versand in alle Haushaltungen in Diessenhofen, die Gemeinden Basadingen und Schlatt organisieren den Versand in eigener Regie. Der Flyer wird in den nächsten Tagen in den Briefkästen vorzufinden sein.

TRD garantiert die korrekte Verteilung der Spenden. Die eingegangenen Spenden werden nach dem Vermerk «Meine Lieblingsbeiz» verteilt oder landen in einen allgemeinen Topf. Die darin enthaltene Summe wird nach Anzahl Gastronomiebetriebe dividiert und dann den Gaststätten anteilsmässig ausbezahlt. Das Ende der Spendenaktion ist auf den 31. März 2021 terminiert. Mit dieser Aktion wolle TRD ein Zeichen setzen für die Gaststätten in der Region.

«Gerade in dieser Zeit der Isolation und sozialen Kälte ist das Fehlen dieser wertvollen Begegnungsstätten schmerzlich spürbar.»

So lässt sich Beatrice Hanhart zitieren. Auch wenn der Bund den Gastrobetrieben unter die Arme greife, sei das Einstehen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort für ihre Gaststätten mehr als nur eine symbolische Geste.

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