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Ganz schön eigenwillig startet das Frauenfelder Jazzfestival Generations

Der Auftakt zum Jazzfestival Generations ist geglückt. Am Samstagabend ging es um musikalische Schnittmengen, aber keine Effekthascherei.
Mathias Frei
Das Eröffnungskonzert in der Kantiaula mit dem Kaleidoscope String Quartet: Simon Heggendorn (Violine), Ronny Spiegel (Violine), David Schnee (Viola) und Sebastian Braun (Violincello). (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)

Das Eröffnungskonzert in der Kantiaula mit dem Kaleidoscope String Quartet: Simon Heggendorn (Violine), Ronny Spiegel (Violine), David Schnee (Viola) und Sebastian Braun (Violincello). (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)

Die Gesichter und Geschichten bleiben, nur die Zeiten ändern sich. 2002 standen Schlagzeuger Dominik Deuber und Violinist Simon Heggendorn am damaligen Generations als Teilnehmer des Masterclass-Workshops gemeinsam auf der Bühne der Kantiaula. Gleicher Ort, 16 Jahre später. Deuber ist neuer künstlerischer Leiter, Heggendorn bestreitet mit dem Kaleidoscope String Quartet das Auftaktkonzert der elften Festivalausgabe.

Das Kaleidoscope String Quartet in der Kantiaula. (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Das Kaleidoscope String Quartet in der Kantiaula. (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Das Kaleidoscope String Quartet in der Kantiaula. (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Das Kaleidoscope String Quartet in der Kantiaula. (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Adam Pieronczyk, Mirislav Vitous und Trilok Gurtu im «Dreiegg». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
Kate McGarry, Keith Ganz und Gary Versace im «Terrasse». (Bild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)
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In Swingung: Der Auftakt des Frauenfelder Jazzfestivals Generations

Die Ränge am Samstagabend sind sehr gut besetzt. Festivalkomitee-Präsident Robert Fürer wollte die Begrüssung eigentlich auf Schweizerdeutsch machen. «Aber wir haben Gäste aus Hannover hier.» Deuber erzählt vom Besuch der Jazzahead-Messe in Bremen. Die Agenten hätten einfach etwas verkaufen wollen.

«Das ist das Gegenteil von dem, was mir vorschwebt.»

Umso wichtiger sei es ihm, gute Geschichten erzählen zu können – mit und dank der Musiker. Er sitze zwar schon seit längerem nicht mehr hinter dem Schlagzeug, «aber ich hätte Lust, am diesjährigen Generations zu spielen», meint Deuber.

Vorwarnung: «Das ist kein Jazz»

Lust, am Generations zu spielen, hat auch das Kaleidoscope String Quartet. Die vier jungen Musiker Simon Heggendorn (Violine), Ronny Spiegel (Violine), David Schnee (Viola) und Sebastian Braun (Violincello) präsentieren in Frauenfeld erstmals das neue, dritte Album «Reflections», quasi eine Uraufführung. Dafür haben sie Kompositionsaufträge vergeben, etwa an Matthias Rüegg, Nik Bärtsch, Ephraim Lüchinger oder Nicole Johänntgen. Das Resultat ist Jazz-Kammerpop. Ein Besucher hatte an der Kasse noch vorgewarnt: «Das ist kein Jazz.» Richtig: Das ist auch Jazz. Das eröffnet neue Zugänge zur Jazzmusik. Die Suche nach den Schnittmengen kommt beim Kaleidoscope String Quartet keineswegs effekthascherisch daher, sondern vielmehr in einer reinen kindlichen Freude und ebenso verspielt daher. Es sind Wohlfühl-Melodien, die Brüche erfahren, bevor man sich als Zuhörer darauf ausruht.

Nach dem Konzert in der Kanti geht’s weiter in die Clubs – zum Nathalie Loriers Groovy Trio in die Piano Bar, ins «Terrasse», wo das Trio McGarry/Ganz/Versace aufspielt oder ins «Dreiegg». Eben dort ist der polnische Saxofonist Adam Pieronczyk «happy to be here», weil er mit «two legends» auf der Bühne stehen kann, mit dem tschechischen Bassisten Miroslav Vitous und dem aus Indien stammenden Trilok Gurtu an der Perkussion. Die drei Musiker spielen erstmals in dieser Konstellation zusammen. Pieronczyk bedient sich nebst dem Sax auch dem Laptop. Es wabert und flirrt, ist Jazz, aber klingt urtümlich, bisweilen nach organischer Electronica, dann wieder wie Noise. Anspruchsvoll.

Das Festival läuft noch bis Samstag, 6. Oktober.
www.generations.ch

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