Gachnanger wollen Gefahrenstellen auf dem Schulweg entschärfen

Die Sicherheit des Schulweges war ein grosses Thema an der Budgetversammlung der Primarschule. Nun nimmt eine Projektgruppe die 130 grösseren und kleineren Stellen genauer unter die Lupe.

Claudia Koch
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Obacht, Schulkinder unterwegs! (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

Obacht, Schulkinder unterwegs! (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

130 kleinere und grössere Gefahrenstellen gibt es auf den Schulwegen der Primarschulgemeinde Gachnang. Diese Zahl ergibt sich aus der Auswertung der Fragebögen, welche die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern zum Thema Schulweg ausgefüllt haben. Da die Schulgemeinde für einen sicheren Schulweg verantwortlich ist, wurde eine Projektgruppe gebildet. Darüber informierte Ressortleiter Michael Sigg an der Budgetversammlung am Donnerstagabend.

Nur zwei Prozent der Schüler nimmt Elterntaxi

Einsitz in dieser Gruppe hat auch ein Verkehrsplanungsbüro, das die Auswertung der Fragebögen vorgenommen hat. Doch nicht nur Gefahrenstellen sollten benannt werden, sondern auch, wie der Schulweg bewältigt wird. «Erfreulich ist, dass 65 Prozent der Schulkinder zu Fuss zusammen mit 64 Prozent Kindern den Schulweg teilen», sagte Sigg. Nur gerade zwei Prozent der Kinder sind im Elterntaxi unterwegs. Somit habe sich das aktive Vorgehen der Schulgemeinde gegen das unerwünschte Phänomen Elterntaxi gelohnt.

Als eine der grössten Gefahrenstelle wurde der Übergang zwischen Restaurant Ochsen und Restaurant Löwen über die Hauptstrasse in Islikon benannt. Ein nächster Schritt ist nun die Sichtung der Gefahrenstellen mit fachlicher Unterstützung anhand der Auswertung, anschliessend wird die Projektgruppe einen Massnahmenplan erarbeiten.

Leuchtwesten sind Sache der Eltern

Ein Stimmbürger möchte, statt viel Zeit und Geld zu investieren, die Schulkinder lieber deutlicher sichtbar wissen. Schulpräsident Sven Bürgi betonte, dass das Tragen der Leuchtweste in der Verantwortung der Eltern liegt. «Es braucht einerseits verkehrserziehende Massnahmen, die wir anbieten, andererseits die Aufforderung und Kontrolle der Eltern», sagte Bürgi. Neu kommt die Sicherung des Schulweges dazu, die seiner Meinung nach keine teuren Massnahmen bedeuten müssen.

Positiv sind die steigenden Schülerzahlen. Für das Budget 2019 wird von einem Plus von 117'790 Franken gerechnet. Grund dafür sind ein tiefer budgetierter Personalaufwand wie auch ein geringerer Sachaufwand, da am bestehenden Schulhaus wegen des Neubaus nur noch die nötigsten Reparaturen ausgeführt werden.

Microsoft statt Apple in den Schulzimmern

Mehr Ausgaben gibt es hingegen bei der Beschaffung neuer Lehrmittel für die Einführung des Lehrplans 21. Dazu gehören auch Anschaffungen im EDV-Bereich, wobei man sich laut Sigg bewusst für eine anwenderfreundliche Microsoft- und nicht für eine Apple-Lösung entschieden habe. Die 104 Stimmberechtigten stimmten dem Voranschlag 2019 bei gleichbleibendem Steuerfuss von 62 Prozent diskussionslos zu.