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Gachnang lädt Einwohner ein, sich an Solaranlage zu beteiligen

Rund drei Viertel der Solarflächen auf der neuen Turnhalle sind bereits vergeben. Für den Rest sucht die Gemeinde Gachnang nun noch Geldgeber. Die Anlage geht noch dieses Jahr in Betrieb.
Stefan Hilzinger
Die Grossbaustelle der neuen Isliker Schulanlage. Im Vordergrund die Baugrube der Mehrfachhalle. Bild: Andrea Stalder

Die Grossbaustelle der neuen Isliker Schulanlage. Im Vordergrund die Baugrube der Mehrfachhalle. Bild: Andrea Stalder

Wo derzeit noch eine Baugrube klafft, soll schon Ende dieses Jahres die neue Isliker Doppelturnhalle stehen und darauf eine Fotovoltaikanlage Sonnenstrom produzieren. Vor kurzem hat die Gemeinde Gachnang den Auftrag für die Anlage mit einer Leistung von 171 Kilowatt Spitze im Thurgauer Amtsblatt ausgeschrieben. An der Rechnungsgemeinde 2018 bewilligten die Gachnanger Stimmbürger einen Kredit von knapp 600'000 Franken für die Anlage.

Wie der zuständige Gemeinderat Karl Ringenbach schon an der Versammlung erklärte, dürften die Kosten aber bei rund einer halben Million Franken liegen. «Aus Sicherheitsgründen müssen wir auf dem Dach eine Reling erstellen, so dass wir weniger Panels bauen können als zuerst gedacht», sagt Ringenbach. Demnächst wird die Gemeinde die Bevölkerung zum zweiten Mal in ihrem Mitteilungsorgan dazu einladen, sich an der Anlage zu beteiligen. Denn im Rahmen einer sogenannten Public-Private-Partnership soll die Bevölkerung rund die Hälfte der halben Million beisteuern.

Für alle, die selbst keine Anlage bauen können

«Wir bauen die Anlage sowieso, das gehört sich auf öffentlichen Bauten heutzutage einfach», sagt Ringenbach. Doch mit dem Projekt «Gachnanger Solarstrom» sollen auch Hausbesitzer oder Mieter in erneuerbare Energie investieren können, die es sonst nicht täten. Sei es, weil sich das Dach nicht eignet oder weil sie dazu keine Möglichkeit haben.

Öffentlich und privat

Ein Vorbild für das Gachnanger Projekt ist die vergleichbare öffentlich-private Zusammenarbeit der Werkbetriebe Frauenfeld. Hier haben sich bisher laut Website 60 Kunden an den Investitionen für Fotovoltaikanlagen beteiligt. Bisher erstellten die Werkbetriebe zwei Anlagen mit rund 600 Quadratmetern, die jährlich etwa 60000 Kilowattstunden Strom produzieren. Weitere Anlagen sind in Planung. (hil)

Rund drei Viertel der knapp 1000 Quadratmeter sind aktuell bereits verkauft oder zumindest reserviert. Ringenbach ist zuversichtlich, dass sich für die noch verfügbare Fläche weitere Investoren aus der Gemeinde melden. Selbst die evangelische Kirchgemeinde hat vor, sich an dem Vorhaben zu beteiligen. Für einen Quadratmeter bezahlen die privaten Teilhaber 220 Franken. «Ein Einzelner kann maximal soviel Fläche kaufen, die den durchschnittlichen Strombedarf der letzten drei Jahre deckt», sagt Ringenbach.

In zwanzig Jahren amortisiert

Für einen Privathaushalt mit einem Bedarf von rund 4500 Kilowattstunden pro Jahr wären das 45 Quadratmeter mit einem Betrag von 9900 Franken. Das ist zwar kein Pappenstiel, allerdings erhält der Solar-Investor für den jährlich auf seiner Fläche produzierten Strom eine Entschädigung von 12 Franken pro 100 Kilowattstunden. Im Beispiel sind dies 540 Franken pro Jahr. Den Betrag ziehen die Werke direkt von der Stromrechnung ab. «Nach der vertraglichen Laufzeit von 20 Jahren ist die Investition mehr als amortisiert.»

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