Gachnang
«Das ist doch eine gefreute Sache»: Bau des Vitaparcours ist auf einem guten Weg

Zurzeit läuft die Vorbereitung für den Bau des Gachnanger Vitaparcours. Es ist nicht das einzige geplante Outdoor-Sport-Projekt.

Christof Lampart
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Gemeinderätin Karin Hollenstein bei einem ausgesteckten Vitaparcours-Posten.

Gemeinderätin Karin Hollenstein bei einem ausgesteckten Vitaparcours-Posten.

Bild: Christof Lampart

Geht alles nach Plan, so ist die Umsetzung auf den September dieses Jahres angedacht. Aktuell sind alle Posten von der Arbeitsgruppe in Fronarbeit ausgesteckt worden. Wo dereinst die Übungsgeräte stehen, treffen Spazierende heute noch rote Pfähle und Infotafeln an, welche Passanten über die Art der Übung informieren, welche hier bald schon absolviert werden können. Die für die Ausarbeitung des Fitnesstrails zuständige Gachnanger Gemeinderätin Karin Hollenstein richtet ihren Blick zuversichtlich in die nahe Zukunft und sagt:

«Stand heute ist es vorgesehen, dass die ersten Sportlerinnen und Sportler noch vor den Herbstferien den Vitaparcours absolvieren können.»

Zwar läuft aktuell noch bis Ende Monat die Einsprachefrist auf der Gemeinde, aber die Verhandlungen mit den Landbesitzern – zum grössten Teil die Bürgergemeinde Gachnang – seien «sehr positiv» gewesen und die Stimmung innerhalb der Bevölkerung sei es sowieso.

Tatsächlich trifft man im Laufe der Begehung, wie zur Bestätigung des Gesagten, auf zwei Fussgänger, die sich im Verlaufe kurzer Gespräche euphorisch über den ausgesteckten Vitaparcours äussern. Er käme «schön zu liegen» und dürfte «sehr abwechslungsreich» sein, lauten deren Einschätzungen. Hollenstein freut dies sichtlich, denn «wir haben in unserer Arbeitsgruppe, der Sportler, Gesundheitsfachleute und Bauprofis angehören, uns eingehend Gedanken über die Gestaltung gemacht. So haben wir die ursprünglich von der Vitaparcours-Stiftung vorgesehene Reihenfolge bei einzelnen Posten verschoben, wo wir längerfristig Probleme mit der Örtlichkeit vermuteten oder es aus sportlichen Gründen für sinnvoll erachteten», sagt Hollenstein.

15 Posten, vom Vordehnen bis zum Nachdehnen

Geht alles glatt, so stehen im Herbst 15 Übungsposten im Fore-Wald parat, die vom Vordehnen beim Start bis zum Nachdehnen im Ziel alles beinhalten, was sportliche Naturliebhaber sich wünschen. Der Weg entlang des Vitaparcours ist durchgehend breit und sicher. Man habe bei der Planung grossen Wert daraufgelegt, dass der Vitaparcours «nicht nur für junge, sondern auch für rüstige ältere Menschen gut zu absolvieren ist», sagt Hollenstein.

Und zu guter Letzt seien die Postenorte so ausgewählt worden, dass sie vom gemeindeeigenen Werkhofteam gut erreicht und baulich unterhalten werden können. Insgesamt kostet die Erstellung des Vitaparcours die Gemeinde Gachnang 40'000 Franken; hinzu kommt der Unterhalt. Für Hollenstein ist dies sehr gut angelegtes Geld.

«Wenn man sieht, wie gross das Bedürfnis der Menschen nach Bewegung in der Natur ist, gerade auch während Corona, dann ist so etwas doch eine gefreute Sache.»

Die Idee des Baus eines Vitaparcours entstand ursprünglich aus dem Gachnanger Alterskonzept. Dieses warf im Jahr 2019 die Frage auf, ob das Bedürfnis nach einem Motorik- und Bewegungspark für die ältere Generation vorhanden sei. Im Laufe der Diskussion kam dann die Frage auf, ob es auch ein Vitaparcours sein könnte.

Weitere Projekte für 2022 und 2024 vorgesehen

Bei einer Umfrage im Dorf, bei der 480 Personen (10,58 Prozent der Bevölkerung) teilnahmen, sprachen sich 74 Prozent für einen Bewegungs-, 81 Prozent für einen Vitaparcours aus. Auch die Zahl jener, die einen Bewegungsparcours (70 Prozent) oder einen Vitaparcours (80 Prozent) nutzen wollen, war ähnlich hoch. In den nächsten Jahren sollen in Gachnang noch weitere Outdoor-Sport-Projekte wie ein Bewegungspark (2022) und ein Nordic-Walking-Trail (2024) errichtet werden.