Gachnang
«Ängste nehmen»: Gemeinderat gleist den Bau zwei grösserer Entsorgungsstellen auf

Für rund 45'000 Franken sollen an der Haldenstrasse in Islikon und beim Feuerwehrdepot in Gachnang zwei grössere Entsorgungsstellen entstehen. Einsprachen gegen die Pläne sind keine eingegangen. Trotzdem will der Gemeinderat weiterhin offen gegen die Ängste in der Bevölkerung vorgehen.

Samuel Koch
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Die bisherige Entsorgungsstelle an der Haldenstrasse, die bald noch ausgebaut wird.

Die bisherige Entsorgungsstelle an der Haldenstrasse, die bald noch ausgebaut wird.

Bild: Samuel Koch

Die roten Pfähle im teilweise kniehohen Gras zeigen, dass auf dem gemeindeeigenen Platz an der Haldenstrasse in Islikon schon bald etwas geht. Dort will die Gemeinde Gachnang demnächst eine neue Entsorgungsstelle unter anderem mit sechs unterirdischen Abfall- und Glascontainern realisieren, wie einem Baugesuch zu entnehmen ist. Während der öffentlichen Auflage bis vor Auffahrt sind jedenfalls keine Einsprachen gegen das Projekt eingegangen. Ebenso wenig gegen den Ausbau der Entsorgungsstelle beim Feuerwehrdepot in Gachnang.

Insgesamt kosten die beiden Projekte rund 45'000 Franken. Das sagt Denis Bach, im Gemeinderat zuständig für Entsorgung und Wiederverwertung. Die Investitionen hat die Gemeindeversammlung mit der Zustimmung fürs Budget 2021 bereits bewilligt. Die jetzigen Pläne sind Teil des kompletten entsorgungstechnischen Gesamtkonzeptes, das die Gemeinde seit einiger Zeit umsetzt. Bach sagt:

«Das Ziel ist, dass wir mit unserer Entsorgung den Verkehr aus dem Quartieren bringen.»
Denis Bach, Gemeinderat zuständig für Entsorgung und Wiederverwertung.

Denis Bach, Gemeinderat zuständig für Entsorgung und Wiederverwertung.

Bild: PD

Unterflurcontainer lösen immer wieder Unbehagen aus, so auch in der Gemeinde Gachnang. Denn direkte Anwohner fürchten nebst Lärm und Gestank auch Unordnung. Umso wichtiger sei eine gute Planung, inklusive vorgängigen Gesprächen mit der Bevölkerung. «Wir wollen die Ängste nehmen», betont Bach. Er hat bereits eine Lösung, falls die Befürchtungen der Anwohner wider Erwarten eintreffen. Erst dann werden weitere Massnahmen in Betracht gezogen. Bach sagt:

«Wir appellieren zuerst an den gesunden Menschenverstand.»

Und sollte das nicht fruchten, sieht der Gemeinderat möglicherweise fixe Entsorgungszeiten, eine Umzäunung oder als letztes Mittel gar eine mögliche Videoüberwachung vor.

So weit soll es aber nicht kommen, betont Bach. Viel wichtiger sei, dass die Bevölkerung hinter dem neuen Entsorgungskonzept stehe. Denn die Zeit drängt auch in Gachnang. Wie überall beteiligt sich die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Thurgau an Unterflurcontainern nur noch bis ins Jahr 2023. Geht bei der weiteren Planung alles glatt, sollen die Entsorgungsstellen während der Sommerferien ausgebaut werden.