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Die vier wichtigsten Erkenntnisse aus dem Thurgauer Kantonalen Schwingfest

Das Thurgauer Kantonale läutete die Kranzfestsaison 2019 ein. Bis am 23. August haben die Schwinger Zeit, sich für das Eidgenössische in Zug in Position zu bringen. Aus Thurgauer Sicht gibt es bereits erste spannende Beobachtungen.
Matthias Hafen
Samuel Giger bodigt in Frauenfeld den Eidgenossen Raphael Zwyssig, bleibt aber mit Rang 5c hinter den Erwartungen zurück. (Bild: Lorenz Reifler)

Samuel Giger bodigt in Frauenfeld den Eidgenossen Raphael Zwyssig, bleibt aber mit Rang 5c hinter den Erwartungen zurück. (Bild: Lorenz Reifler)

3000 Zuschauer fröstelten am vergangenen Sonntag auf der Kleinen Allmend in Frauenfeld einen Tag lang vor sich hin, um dann zu sehen, wie der Bündner Armon Orlik im Schlussgang den Thurgauer Domenic Schneider bodigte. Bei Temperaturen knapp über der Nullgradgrenze ging das Kantonalfest zum dritten Mal nach 2016 und 2017 an Orlik. Dies, nachdem Samuel Giger 2018 dem Thurgau nach 29 Jahren wieder einmal einen Heimsieg beschert hatte. Die kalten Bedingungen in diesem Jahr lassen kaum Deutungen im Hinblick auf das Eidgenössische zu, das vom 23. bis 25. August wohl bei weit höheren Temperaturen ausgetragen wird. Dennoch begann am Thurgauer Kantonalen bereits das Kaffeesatzlesen – mit vier wichtigen Erkenntnissen aus Thurgauer Sicht.

1. Samuel Giger ist schlau genug, nicht jedem Sieg nachzuhetzen

Samuel Giger bereitet sich sehr weise auf den Saisonhöhepunkt von Ende August in Zug vor. Nicht nur ging der Ottoberger bei seiner Mission Titelverteidigung in Frauenfeld kaum Risiken ein, sich eine Verletzung einzufangen. Der 21-jährige Mitfavorit auf die Krone des Schwingerkönigs 2019 liess seinem grössten Konkurrenten, dem Bündner Orlik, bei eisigen Temperaturen auch vornehm den Vortritt. Giger weiss, dass es eine Belastung sein kann, vor dem Eidgenössischen allerorts als Topfavorit gehandelt zu werden. Da kommt ein fünfter Rang am in diesem Jahr wenig bedeutenden Kantonalfest gerade gelegen.

Domenic Schneider (rechts) verdiente sich seinen Platz im Schlussgang gegen Armon Orlik. Dort fand er gegen den Topfavoriten aus dem Bündnerland aber kein Rezept mehr. (Bild: Andrea Stalder)

Domenic Schneider (rechts) verdiente sich seinen Platz im Schlussgang gegen Armon Orlik. Dort fand er gegen den Topfavoriten aus dem Bündnerland aber kein Rezept mehr. (Bild: Andrea Stalder)

2. Domenic Schneider ist die zweite Thurgauer Kraft

Domenic Schneider führt das Thurgauer Feld hinter Giger an. Der 24-Jährige aus Friltschen befindet sich in guter Frühform und stellte am Kantonalen einmal mehr seine schwingerische Klasse unter Beweis. Schneider mogelte sich nicht etwa in den Schlussgang, sondern verdiente sich seinen Platz dort mit starken Auftritten – unter anderem mit dem Startsieg gegen den Eidgenossen Roger Rychen. Die letztlich deutliche Niederlage gegen Orlik zeigt indes auch, dass ein Kranzgewinn in Zug wohl das höchste von Schneiders Gefühlen wäre.

Stefan Burkhalter (links) kämpfte im vierten Gang gegen Armon Orlik noch um die Schlussgangteilnahme am Thurgauer Kantonalen. (Bild: Lorenz Reifler)

Stefan Burkhalter (links) kämpfte im vierten Gang gegen Armon Orlik noch um die Schlussgangteilnahme am Thurgauer Kantonalen. (Bild: Lorenz Reifler)

3. Stefan Burkhalter spielt noch immer eine Rolle

Stefan Burkhalter ist für die Thurgauer respektive für die Nordostschweizer in Zug eine taktische Geheimwaffe und könnte durchaus eingesetzt werden, um den einen oder anderen Berner zu bremsen. Trotz seiner 44 Jahre stellt das Kraftpaket aus Homburg noch jeden Gegner vor grosse Probleme – wenn denn die Gesundheit mitspielt. Burkhalter hatte sich vor dem Thurgauer Kantonalen am Bizeps verletzt und sagte nach seinem neunten Rang, dass er froh gewesen sei, überhaupt dabei gewesen zu sein. Sein verpatzter letzter Kampf mit dem Gestellten gegen Michael Fontana täuschte etwas darüber hinweg, dass «Burki» zuvor bei den Besten des Tages war, dreimal die Maximalnote 10 bekam und im fünften Gang gegen Orlik noch um die Schlussgangteilnahme schwang. Das grosse Ziel des Routiniers ist es, das Eidgenössische in Zug gemeinsam mit seinem Sohn Thomas zu bestreiten.

Mario Schneider aus Schönenberg an der Thur (hier beim Sieg gegen Dominik Oertig) ist immer für ein Spitzenresultat gut. (Bild: Lorenz Reifler)

Mario Schneider aus Schönenberg an der Thur (hier beim Sieg gegen Dominik Oertig) ist immer für ein Spitzenresultat gut. (Bild: Lorenz Reifler)

4. Die Thurgauer müssen sich nicht verstecken

Die zweite Thurgauer Garde machte vor heimischem Publikum sehr positiv auf sich aufmerksam. Mit dem Schönenberger Mario Schneider (2.) und dem Hüttlinger David Dumelin (3a) schafften es zwei Thurgauer auf die Ehrenplätze. Bereits im vierten Rang fand sich Neukranzer Lars Hugelshofer (4a) – dies dank fünf Siegen und lediglich einer Niederlage. Mit dem Lanterswiler Christian Aerne (8a) und dem Bussnanger Silvio Oettli (8b) holten zwei weitere Thurgauer ihren ersten Kranz. Weitere Thurgauer Auszeichnungen gab es für Robin Straub (5b), Fabian Koller (6d), Michael Steiner (7b), Urs Schäppi (7e), Beni Notz (7f), Hannes Bühler (7g), Rico Ammann (8e) und Marco Oettli (8f). Die zweite Thurgauer Garde war in Frauenfeld so stark, dass es den Eidgenossen Tobias Krähenbühl (9b) und Stefan Burkhalter (9c) nicht für den Kranz reichte. Damit ist auch klar, dass der Weg von Burkhalters Sohn Thomas an das Eidgenössische ein langer werden wird. Nach einem verhaltenen Auftritt am Kantonalen resultierte für den 16-Jährigen Rang 16b.

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